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Was kostet ein Elektriker pro Stunde?
Die direkte Antwort: Ein Elektriker-Geselle berechnet im Durchschnitt 45 bis 70 Euro pro Stunde, ein Meister 75 bis 85 Euro. Was auf Ihrer Rechnung steht, ist allerdings der sogenannte Verrechnungssatz — und der liegt mit 68 bis 71 Euro höher als der reine Stundenlohn, weil er Betriebskosten, Werkzeug und Sozialabgaben enthält.
Stundensatz nach Qualifikation und Region
| Elektriker-Typ | Stundensatz (brutto) | Typisch in |
|---|---|---|
| Geselle (Standard) | 45–70 € | Bundesweit |
| Meister | 75–85 € | Bundesweit |
| Großstadt (München, Hamburg) | 80–110 € | Ballungsräume |
| Ostdeutschland / ländlich | 55–65 € | Ländliche Regionen |
| Notdienst | 89–150 € Pauschale | + Zuschläge |
Der Stundenlohn eines Gesellen liegt bei 18–22 Euro netto. Auf Ihrer Rechnung steht der Verrechnungssatz (68–71 Euro), der Betriebskosten, Versicherung, Fahrzeug und Gewinn des Betriebs enthält. Das ist branchenüblich und kein Zeichen für überhöhte Preise.
Anfahrtspauschale: Die meisten Betriebe berechnen 20 bis 50 Euro für die Anfahrt. Manche rechnen stattdessen ab dem Verlassen der Werkstatt im Stundentakt ab. Klären Sie das vor der Beauftragung.
Materialaufschlag: Elektriker kalkulieren auf Einkaufspreise einen Aufschlag von 10 bis 30 Prozent. Bei Kleinmaterial (Kabel, Dosen, Klemmen) ist das üblich. Bei teuren Komponenten wie einem Sicherungskasten lohnt es sich, den Einkaufspreis zu vergleichen.
Preise für typische Elektroarbeiten
Die folgende Tabelle zeigt, was einzelne Elektriker-Leistungen kosten — jeweils inklusive Material und Arbeitszeit. Die Spannen berücksichtigen regionale Unterschiede und unterschiedlichen Aufwand.
| Leistung | Kosten (inkl. Material) | Dauer |
|---|---|---|
| Steckdose setzen (Aufputz, bestehende Leitung) | 20–60 € | 15–30 Min. |
| Steckdose setzen (Unterputz, neue Leitung) | 80–180 € | 1–2 Std. |
| Lichtschalter tauschen | 30–80 € | 15–45 Min. |
| Lichtschalter setzen (Smart/Dimmer) | 50–250 € | 30–60 Min. |
| Lampe/Deckenleuchte anschließen | 35–80 € | 20–40 Min. |
| FI-Schalter nachrüsten | 120–250 € | 1–2 Std. |
| Sicherungskasten erneuern (EFH) | 500–1.500 € | 4–8 Std. |
| Wallbox 11 kW (komplett) | 1.200–2.500 € | 3–6 Std. |
| Durchlauferhitzer Austausch (gleicher Anschluss) | 80–200 € | 1–2 Std. |
| Durchlauferhitzer Neuanschluss (400V) | 500–2.000 € | 4–8 Std. |
| Smart Home Basis (Funk, 5 Geräte) | 200–800 € | 2–4 Std. |
| Smart Home Vollausstattung (KNX/Kabel) | 5.000–30.000 € | Mehrere Tage |
| Herd-Anschluss (Starkstrom) | 80–200 € | 30–90 Min. |
Sicherungskasten erneuern: 500–1.500 Euro
Der Sicherungskasten (Zählerschrank) ist das Herzstück der Hauselektrik. Ein veralteter Kasten ohne FI-Schalter ist ein Sicherheitsrisiko. Die Erneuerung kostet für ein Einfamilienhaus zwischen 500 und 1.500 Euro, abhängig von der Anzahl der Stromkreise und dem Verdrahtungsaufwand.
In der Praxis landen die meisten Projekte bei 800 bis 1.200 Euro. Teurer wird es, wenn der Zählerplatz nach aktueller TAB (Technische Anschlussbedingungen) umgebaut werden muss — das kann zusätzlich 300 bis 800 Euro kosten.
Wallbox installieren: 1.200–2.500 Euro
Eine 11-kW-Wallbox für das E-Auto besteht aus drei Kostenblöcken: die Wallbox selbst (400–1.200 Euro), die Elektriker-Arbeit (400–800 Euro) und Material wie Kabel, Sicherungsautomat und ggf. Leitungsschutzschalter (200–500 Euro). Der Gesamtpreis liegt bei 1.200 bis 2.500 Euro komplett installiert.
Teurer wird es, wenn die Zuleitung vom Sicherungskasten zur Garage über eine längere Strecke verlegt werden muss oder die Hauptsicherung verstärkt werden muss. In Altbauten kann das die Kosten auf 3.000 bis 4.000 Euro treiben.
Verwandtes Thema: Eine Wallbox lässt sich ideal mit einer Photovoltaikanlage kombinieren — dann laden Sie Ihr Auto mit eigenem Strom.
Durchlauferhitzer: Unter 100 bis 2.000 Euro
Ein reiner Gerätetausch (gleicher Anschluss, gleiche Leistung) kostet nur 80 bis 200 Euro Arbeitszeit. Ein Neuanschluss mit 400-Volt-Starkstromleitung kann dagegen bis zu 2.000 Euro kosten, weil eine eigene Zuleitung vom Sicherungskasten verlegt und ein eigener Leitungsschutzschalter installiert werden muss.
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Die größten Elektriker-Rechnungen entstehen nicht bei einzelnen Steckdosen, sondern bei der kompletten Elektroinstallation — sei es im Neubau oder bei der Sanierung eines Altbaus.
Neubau: 50–100 Euro pro Quadratmeter
Die Elektroinstallation im Neubau macht 3 bis 5 Prozent der Gesamtbaukosten aus. Pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen Sie mit 50 bis 100 Euro. Für ein Einfamilienhaus mit 140 Quadratmetern ergibt das 7.000 bis 14.000 Euro.
Der Preis hängt davon ab, wie viele Steckdosen, Lichtauslässe und Sonderstromkreise (Herd, Durchlauferhitzer, Wallbox) geplant sind. Die Elektroplanung selbst kostet zusätzlich 500 bis 1.500 Euro — lohnt sich aber, weil nachträgliche Änderungen deutlich teurer sind.
Altbau-Sanierung: 80–150 Euro pro Quadratmeter
Die Elektrik-Sanierung im Altbau kostet 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter — also 30 bis 50 Prozent mehr als im Neubau. Grund: Alte Leitungen müssen entfernt, Schlitze in Bestandswände gestemmt und anschließend wieder verspachtelt werden.
Planen Sie einen Puffer von 20 bis 30 Prozent ein. Im Altbau treten fast immer Überraschungen auf: marode Leitungen, die weiter reichen als gedacht, fehlende Erdung, oder Asbest in der Putzschicht, der eine Fachentsorgung erfordert.
| Projekt | Kosten/m² | EFH 140 m² | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Neubau (Standard) | 50–70 € | 7.000–9.800 € | Offene Wände, einfache Verlegung |
| Neubau (gehoben) | 70–100 € | 9.800–14.000 € | Mehr Steckdosen, Netzwerk, Smart Home |
| Altbau (Teilsanierung) | 80–120 € | 11.200–16.800 € | Neue Leitungen, alter Kasten bleibt |
| Altbau (Komplettsanierung) | 120–150 € | 16.800–21.000 € | Alles neu inkl. Sicherungskasten |
Wenn Sie ohnehin sanieren, lassen Sie die Elektrik gleich mit machen. Nachträglich Schlitze zu stemmen ist doppelt so teuer, weil Fliesen, Putz und Tapete zerstört werden. Im Rahmen einer Gesamtsanierung sparen Sie 30–40 % gegenüber einer isolierten Elektrosanierung.
Auch interessant: Bei einer umfassenden Sanierung lohnt sich der Blick auf die Heizungserneuerung und den Einbruchschutz — beides kann im gleichen Zug erledigt werden.
So setzt sich die Elektriker-Rechnung zusammen
Jede Elektriker-Rechnung besteht aus drei Posten: Anfahrt, Arbeitszeit und Material. Wer versteht, wie diese Posten kalkuliert werden, kann die Rechnung besser einschätzen und bei der Angebotsprüfung gezielter verhandeln.
Anfahrt (20–50 Euro): Die meisten Betriebe berechnen eine Pauschale für die Anfahrt. Bei Entfernungen über 20 Kilometer kann diese auf 50 bis 80 Euro steigen. Manche Betriebe rechnen stattdessen die Fahrzeit als Arbeitszeit ab — fragen Sie vorher nach.
Arbeitszeit (45–85 Euro/Stunde): Der größte Posten. Die Arbeitszeit wird in der Regel auf Viertelstunden genau abgerechnet. Bei größeren Projekten bieten manche Betriebe Festpreise an.
Material (10–30 % Aufschlag): Kleinmaterial wie Kabel, Steckdosen und Sicherungsautomaten kauft der Elektriker ein und berechnet einen Aufschlag. Bei Standard-Steckdosen sind das wenige Euro, bei einem Sicherungskasten kann der Materialanteil mehrere hundert Euro betragen.
Festpreis oder Stundenlohn?
Festpreis sinnvoll bei: klar definierten Arbeiten (Wallbox installieren, Sicherungskasten erneuern, definierte Anzahl Steckdosen). Der Betrieb trägt das Risiko, wenn es länger dauert.
Stundenlohn sinnvoll bei: Fehlersuche, Reparaturen, unklarem Umfang. Hier wäre ein Festpreis für den Betrieb zu riskant — und damit entweder überteuert oder gar nicht erst angeboten.
Empfehlung: Holen Sie für planbare Arbeiten immer einen Festpreis ein. Für Reparaturen und Fehlersuche vereinbaren Sie einen Kostenvoranschlag mit Obergrenze.
Elektriker-Notdienst: Kosten und Zuschläge
Wenn am Samstagabend der Strom ausfällt, brauchen Sie den Notdienst. Der kostet deutlich mehr als ein regulärer Termin — aber das hat seinen Grund: Der Elektriker unterbricht seine Freizeit, fährt sofort los und arbeitet unter Zeitdruck.
| Zeitraum | Pauschale | Zuschlag auf Stundensatz |
|---|---|---|
| Werktag (8–18 Uhr) | — | Regulärer Preis |
| Werktag abends (18–22 Uhr) | 89–120 € | +25 % |
| Nacht (22–6 Uhr) | 100–150 € | +50 % |
| Samstag | 89–130 € | +50–100 % |
| Sonn-/Feiertag | 120–150 € | +100–150 % |
Rechenbeispiel Notdienst: Sicherung fällt Samstagabend aus. Anfahrt 100 Euro + 1 Stunde Arbeit (70 Euro × 1,75 Zuschlag = 122 Euro) + Material 30 Euro = 252 Euro. Am Montag zum regulären Termin hätte die gleiche Arbeit 120 bis 150 Euro gekostet.
Seriöse Notdienste nennen die Pauschale am Telefon. Wenn der Preis erst vor Ort genannt wird, Sie unter Druck gesetzt werden oder Barzahlung verlangt wird — brechen Sie ab. Kein seriöser Betrieb verlangt Barzahlung vor Ort. Bei Totalausfall: Rufen Sie Ihren Netzbetreiber an (kostenlose Störungsnummer) — oft liegt das Problem gar nicht in Ihrer Anlage.
3 Tipps gegen unnötige Notdienst-Kosten:
- Sicherungskasten prüfen: In 60 % der Fälle hat nur der FI-Schalter ausgelöst. Alle Sicherungen raus, FI wieder rein, Sicherungen einzeln einschalten — so finden Sie den fehlerhaften Stromkreis selbst.
- Netzbetreiber anrufen: Bei Totalausfall (auch Straßenbeleuchtung aus?) liegt der Fehler oft im Netz. Die Störungshotline ist kostenlos und rund um die Uhr erreichbar.
- Lokalen Betrieb anrufen: Suchen Sie nicht „Elektriker Notdienst" bei Google — die Anzeigen dort gehören oft teuren Vermittlungsplattformen. Rufen Sie direkt einen lokalen Elektrobetrieb an.
Was darf ich selbst machen? NAV §13 und Versicherung
Die kurze Antwort: fast nichts. Die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV) §13 regelt eindeutig, dass nur konzessionierte Elektrofachbetriebe an fest installierten Elektroanlagen arbeiten dürfen. Das ist keine Empfehlung, sondern geltendes Recht.
Erlaubt für Laien
- Leuchtmittel wechseln (Glühbirne, LED)
- Lampe an bestehenden Anschluss hängen (Lüsterklemme)
- Stecker an ein flexibles Kabel montieren
- Schalter und Steckdosen-Abdeckungen tauschen (nur die Abdeckung, nicht das Innenleben)
Verboten für Laien
- Steckdosen setzen oder versetzen
- Lichtschalter anschließen oder tauschen (Innenleben)
- Leitungen verlegen, verlängern oder ändern
- Sicherungskasten öffnen oder Sicherungen tauschen (außer Schraubsicherungen)
- Herd, Durchlauferhitzer oder Wallbox anschließen
Entsteht durch Laien-Elektroarbeit ein Brand oder Personenschaden, zahlt die Gebäudeversicherung nicht. Schlimmer: Bei Personenschaden droht strafrechtliche Verfolgung wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die 50 Euro für den Elektriker sind die günstigste Versicherung, die Sie abschließen können.
Die Grauzone: Vorarbeiten unter Aufsicht
Was Sie tun dürfen, um Kosten zu senken: Schlitze stemmen (der Elektriker sagt Ihnen wo), Kabelkanäle montieren und Schlitze nach der Installation verspachteln. Diese Arbeiten sind keine Elektroinstallation und sparen 20 bis 40 Prozent der Arbeitszeit. Sprechen Sie das vorher mit Ihrem Elektriker ab — nicht jeder Betrieb akzeptiert das.
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Vier Faktoren bestimmen, ob Ihre Elektriker-Rechnung eher am unteren oder oberen Ende der Preisspanne landet. Wer diese Faktoren kennt, kann gezielter planen und bei der Angebotsprüfung besser einschätzen, ob ein Preis angemessen ist.
| Kostentreiber | Auswirkung | Beispiel |
|---|---|---|
| Region | +15–40 % | München vs. Sachsen: 95 € vs. 60 €/Std. |
| Gebäudeart | +30–50 % | Altbau mit Lehmputz vs. Neubau Trockenbau |
| Leitungswege | +20–60 % | Unterputz mit Schlitzen vs. Aufputz-Kanal |
| Zugänglichkeit | +10–30 % | Deckenhöhe 3,5 m, enger Kabelschacht, kein Keller |
Region: In München, Hamburg und Frankfurt liegen die Stundensätze 30 bis 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. In Ostdeutschland und ländlichen Gebieten sind die Stundensätze niedriger, dafür ist die Anfahrt oft länger.
Gebäudeart: Im Neubau mit offenen Wänden verlegt der Elektriker Kabel schnell und günstig. Im Altbau mit Ziegelmauerwerk, Lehm- oder Kalkputz verdoppelt sich die Arbeitszeit — weil Schlitze mühsam gestemmt werden müssen und Überraschungen (marode Leitungen, fehlende Erdung) die Regel sind.
Leitungswege: Aufputz-Installation (Kabelkanal auf der Wand) ist die günstigste Lösung. Unterputz in Neubau-Trockenbau ist etwas teurer. Am teuersten: Unterputz im Bestandsmauerwerk, weil Schlitze gestemmt, Kabel verlegt und die Wand anschließend wieder hergestellt werden muss.
Zugänglichkeit: Hohe Decken, enge Schächte und fehlende Kellerräume treiben die Kosten nach oben. Wenn der Elektriker für jede Leitung eine Leiter aufstellen und durch enge Durchbrüche arbeiten muss, dauert alles 20 bis 30 Prozent länger.
3 Rechenbeispiele aus der Praxis
Drei typische Szenarien zeigen, mit welchen Gesamtkosten Sie rechnen müssen. Alle Preise sind Bruttopreise inklusive Material und Arbeitszeit.
Beispiel 1: 3 Steckdosen nachrüsten (Unterputz)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Anfahrt | 35 € |
| 3 × Schlitz stemmen, Kabel verlegen, Dose setzen (je 1 Std.) | 195 € |
| Material: 3 × Steckdose, Kabel, Dosen, Klemmen | 45 € |
| Anschluss an Sicherungskasten | 65 € |
| Gesamt | 340 € |
Spartipp: Wenn Sie die Schlitze selbst stemmen und hinterher verspachteln, sparen Sie rund 90 Euro (etwa 1,5 Stunden Arbeitszeit).
Beispiel 2: Sicherungskasten komplett erneuern (EFH)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Anfahrt | 35 € |
| Demontage alter Kasten + Entsorgung | 130 € |
| Neuer Zählerschrank (12 Stromkreise) | 280 € |
| Sicherungsautomaten, FI-Schalter, Verdrahtung | 220 € |
| Montage und Anschluss (5 Std.) | 325 € |
| Prüfprotokoll und Dokumentation | 80 € |
| Gesamt | 1.070 € |
Wenn der Zählerplatz nach aktueller TAB umgebaut werden muss, kommen 300 bis 800 Euro dazu. Das entscheidet der Netzbetreiber.
Beispiel 3: Altbau-Etage komplett neu verkabeln (60 m²)
| Position | Betrag |
|---|---|
| Elektroplanung (Steckdosen, Licht, Sonderkreise) | 400 € |
| Demontage Altinstallation | 350 € |
| Schlitze stemmen und Leerrohre verlegen | 1.200 € |
| Kabel einziehen und anschließen | 1.800 € |
| Material (Kabel, Dosen, Steckdosen, Schalter) | 900 € |
| Teilanpassung Sicherungskasten | 400 € |
| Prüfung, Dokumentation, Abnahme | 150 € |
| Gesamt | 5.200 € |
Das entspricht rund 87 Euro pro Quadratmeter — im Rahmen für eine Altbau-Teilsanierung. Mit Eigenleistung (Schlitze stemmen, verspachteln) lassen sich 800 bis 1.200 Euro sparen.
Bei einer größeren Sanierung lohnt sich der Blick auf die Wärmepumpe — die elektrische Zuleitung kann dann gleich mit geplant werden.
5 Spartipps für Elektriker-Kosten
Elektriker-Kosten lassen sich nicht beliebig drücken — qualifizierte Arbeit hat ihren Preis. Aber diese fünf Maßnahmen senken die Rechnung um 15 bis 30 Prozent, ohne dass die Qualität leidet.
1. Arbeiten bündeln — eine Anfahrt statt drei: Die Anfahrt kostet 20 bis 50 Euro. Wenn Sie drei Einzeltermine zu einem zusammenlegen, sparen Sie 40 bis 100 Euro allein bei der Anfahrt. Sammeln Sie kleinere Arbeiten und lassen Sie alles in einem Termin erledigen.
2. Eigenleistung bei Vorarbeiten: Schlitze stemmen, Kabelkanäle montieren, Wände nach der Installation verspachteln — das dürfen Sie selbst machen und spart 20 bis 40 Prozent der Arbeitszeit. Besprechen Sie das vorher mit dem Elektriker.
3. Drei Angebote einholen: Die Preisunterschiede zwischen Elektrobetrieben liegen bei 20 bis 30 Prozent — bei gleicher Qualifikation. Holen Sie mindestens drei Angebote ein und vergleichen Sie die Einzelpositionen, nicht nur den Gesamtpreis.
4. Steuerbonus nutzen (§35a EStG): Sie können 20 Prozent der Lohnkosten für Handwerkerleistungen von der Steuer absetzen — maximal 1.200 Euro Steuerersparnis pro Jahr. Wichtig: Nur der Lohnanteil zählt, nicht das Material. Bestehen Sie auf eine Rechnung mit getrenntem Ausweis von Lohn und Material, und zahlen Sie per Überweisung (Barzahlung wird vom Finanzamt nicht anerkannt).
5. Nebensaison nutzen: Im Frühjahr und Herbst haben Elektrobetriebe weniger zu tun als im Sommer (Bausaison) oder Winter (Notdienst-Hochsaison). Wer zeitlich flexibel ist, bekommt schneller einen Termin und manchmal einen besseren Preis.
Elektriker-Rechnung: 1.200 €, davon 800 € Lohn. Steuerbonus: 20 % von 800 € = 160 € weniger Einkommensteuer. Bei einer Altbau-Sanierung mit 5.000 € Lohnanteil: 20 % von 5.000 € = 1.000 € Ersparnis. Das Maximum von 1.200 € erreichen Sie bei 6.000 € Lohnkosten pro Jahr.
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Fazit: So behalten Sie die Kosten im Griff
Elektriker-Kosten sind gut planbar, wenn Sie die Struktur verstehen: Stundensatz plus Anfahrt plus Material. Bei einzelnen Arbeiten wie einer Steckdose oder einem Lichtschalter bleiben Sie unter 200 Euro. Der Sicherungskasten kostet typischerweise rund 1.000 Euro, eine Wallbox unter 2.500 Euro. Teuer wird es bei der Komplettsanierung im Altbau — hier liegen Sie bei 80 bis 150 Euro pro Quadratmeter.
Die wirksamsten Hebel: Arbeiten bündeln, drei Angebote vergleichen, Vorarbeiten selbst erledigen und den Steuerbonus mitnehmen. Damit senken Sie die Rechnung um 15 bis 30 Prozent. Was Sie nicht tun sollten: selbst an der Elektrik arbeiten. Die NAV verbietet es, die Versicherung zahlt nicht, und das Risiko für Ihre Familie ist es nicht wert.
Alle Preisangaben Stand April 2026. Preise variieren regional und je nach Gebäudezustand. Für eine individuelle Kosteneinschätzung empfehlen wir, mindestens drei Angebote von Fachbetrieben einzuholen.
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