Steckdose setzen & nachrüsten: Kosten 2026
Eine neue Steckdose kostet 2026 je nach Bauweise und Aufwand zwischen 40 und 150 Euro pro Stück. Wir zeigen alle Preisunterschiede zwischen Unterputz und Aufputz, Außensteckdosen, Sonderinstallationen und Stromkreis-Erweiterungen – plus 5 Spartipps.
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Was kostet eine Steckdose setzen? Preise 2026
Der Gesamtpreis einer neuen Steckdose hängt primär davon ab, ob es sich um einen Neubau handelt (Leitungen im Rohbau eingebaut) oder ob eine Steckdose nachträglich im Bestandsgebäude nachgerüstet wird. Im Bestand ist Stemmen der Wand der größte Kostentreiber. Für die Beauftragung eines Elektrikers gelten folgende Richtpreise:
| Leistung | Kosten pro Steckdose |
|---|---|
| Unterputz (UP), Neubau / Rohbau – Leitung bereits vorhanden | 40–80 € |
| Unterputz (UP), Bestand – mit Stemmen & Schlitzen | 80–150 € |
| Aufputz (AP) – kein Stemmen nötig | 25–50 € |
| Doppelsteckdose UP, Bestand | 100–180 € |
| Dreifach-Kombination UP, Bestand | 120–220 € |
| Steckdose mit USB-Ladefunktion UP | 90–160 € |
| Außensteckdose IP44 einbauen | 80–180 € |
Mengenrabatt: Werden mehrere Steckdosen in einem Durchgang gesetzt, sinkt der Einzelpreis. Ab 5 Steckdosen im gleichen Raum sind Gesamtpreise von 50 bis 90 Euro pro Steckdose realistisch – die Anfahrts- und Einrichtungskosten verteilen sich auf mehr Positionen.
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Die Wahl zwischen Unterputz- (UP) und Aufputzmontage (AP) beeinflusst nicht nur den Preis, sondern auch das Erscheinungsbild und den Aufwand. Im Wohnbereich wird fast immer UP bevorzugt; AP ist typisch für Keller, Garagen, Werkstätten und technische Räume.
| Merkmal | Unterputz (UP) | Aufputz (AP) |
|---|---|---|
| Kosten Montage (Bestand) | 80–150 € | 25–50 € |
| Kosten Montage (Neubau/Rohbau) | 40–80 € | 20–40 € |
| Stemmen / Schlitzen nötig | Ja (Bestand) | Nein |
| Optik | Bündig, unauffällig | Aufgesetzt, sichtbar |
| Typischer Einsatzort | Wohnräume, Küche, Bad | Keller, Garage, Technikraum |
| Nachträglich verschiebbar | Aufwand hoch | Einfach |
Tipp: Im Badezimmer muss jede Steckdose mindestens 60 cm vom nächsten Wasserauslauf entfernt sein (Zone 3 gemäß DIN VDE 0100-701). In Feuchträumen sind zusätzlich spezielle Schutzkontakt-Steckdosen mit höherem IP-Schutz (mindestens IP44) vorgeschrieben.
Sonderfälle: Außensteckdose, Starkstrom, USB & neuer Stromkreis
Neben der Standard-Haushaltssteckdose (230 V / 16 A Schuko) gibt es eine Reihe von Sonderinstallationen mit eigenen Preisstrukturen. Ein neuer Stromkreis vom Verteiler ist dabei der größte Kostentreiber – dies ist immer dann nötig, wenn der bestehende Sicherungsautomat nicht ausreicht oder keine Leitung in der Nähe liegt.
| Position | Kosten (inkl. Material & Arbeit) |
|---|---|
| Außensteckdose IP44 (Wandmontage, bestehende Leitung) | 80–180 € |
| Außensteckdose IP65 (vollst. spritzwassergesch.) | 100–220 € |
| Starkstrom-Steckdose CEE 16 A (Camping, Werkzeug) | 120–250 € |
| Drehstrom-Steckdose CEE 32 A (Herd, E-Auto) | 200–400 € |
| USB-Steckdose (USB-A + USB-C integriert), UP | 90–160 € |
| Mehrfach-Steckdosen-Kombination (3-fach), UP Bestand | 120–220 € |
| Neuer Stromkreis vom Verteiler (je 10 m Leitung ca.) | 200–600 € |
Für einen Wallbox-Anschluss (E-Auto-Laden) wird immer ein eigener Stromkreis (11 kW = 16 A Drehstrom, 22 kW = 32 A Drehstrom) benötigt. Die Kosten liegen je nach Leitungslänge und Sicherungskasten bei 500 bis 1.500 Euro zusätzlich zur Wallbox-Hardware. Mehr dazu in unserem Guide zur Elektroinstallation Neubau.
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Warum kann dieselbe Steckdose beim einen 60 Euro, beim nächsten 140 Euro kosten? Die folgenden Faktoren bestimmen den Endpreis:
| Faktor | Einfluss auf den Preis |
|---|---|
| Wandtyp: Trockenbau (Gipskarton) | Günstig: kein Stemmen, Elektriker-Dose einclipsen (Einbaudose) |
| Wandtyp: Kalksandstein / Ziegel | Mittel: Stemmen möglich, aber aufwandsabhängig |
| Wandtyp: Stahlbeton | Teuer: Kernbohrung oder aufwändiges Schlitzen, Spezialwerkzeug |
| Leitungsweg: kurz (max. 2 m) | Günstig: wenig Schlitz, vorh. Leitung verlängerbar |
| Leitungsweg: lang oder über Decke | Teuer: Mehrarbeit, ggf. neue Leitung vom Verteiler |
| Stemmarbeiten inkl. Verputzen | 15–40 € Aufpreis je nach Material und Tiefe |
| Anfahrt (Mindestberechnung) | 20–50 € pauschal, oft per 30-Min-Slot berechnet |
| Stundensatz Elektriker | 45–90 € netto je nach Region |
Besonders in Altbauten mit alten Aluminium- oder 2-adrigen Leitungen (kein Schutzleiter) müssen vor dem Setzen neuer Steckdosen ggf. die Leitungen erneuert werden. Das ist ein größeres Projekt – mehr dazu in unserem Guide zum Sicherungskasten erneuern.
Bestand nachrüsten vs. Neubau: Warum der Bestand teurer ist
Im Neubau werden Elektroleitungen im Rohbauzustand verlegt, bevor Putz und Estrich eingebracht werden. Die Leitung liegt bereits in der Wand, die Unterputzdose ist schon gesetzt – der Elektriker muss nur noch verdrahten und die Steckdose aufsetzen. Das kostet 40 bis 80 Euro.
Im Bestand hingegen müssen Wand und ggf. Decke aufgestemmt, die Leitung nachgezogen und der Schlitz wieder verputzt werden. Das sind drei Gewerke (Elektriker, Verputzer, Malerarbeiten), die einzeln beauftrag werden müssen oder bei denen der Elektriker die Regiearbeit übernimmt. Ein realistisches Gesamtbudget für eine neue Steckdose im Bestand:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Elektriker: Dose setzen, Leitung verlegen (1–2 h) | 80–140 € |
| Material: Unterputzdose, Steckdose, Kabel, Klemmen | 15–30 € |
| Verputzen / Spachteln des Schlitzes (Kleinleistung) | 20–50 € |
| Anfahrtskosten | 20–40 € |
| Gesamt netto | 135–260 € |
| Gesamt brutto (19 % MwSt.) | 161–309 € |
Werden gleichzeitig 3 bis 5 Steckdosen in einem Raum nachgerüstet, sinkt der Preis pro Steckdose auf 90 bis 160 Euro brutto, weil Anfahrt und Geräteeinrichtung einmalig anfallen. Planen Sie daher den Gesamtbedarf im Voraus und beauftragen Sie alles in einem Schritt.
Denken Sie auch an Smart-Home-Steckdosen: Wer heute nachrüstet, kann für wenig Aufpreis smarte Schaltaktoren einbauen lassen, die später per App steuerbar sind.
5 Spartipps beim Steckdose setzen
- Mehrere Steckdosen auf einmal beauftragen: Die Anfahrtskosten und Mindestberechnung fallen einmalig an. Statt einer Steckdose gleich drei oder vier setzen zu lassen, spart pro Einheit 20 bis 40 Euro.
- Aufputz im Nebenraum wählen: Im Keller, in der Garage oder im Technikraum ist Aufputzmontage vollkommen akzeptabel und kostet nur ein Viertel einer Unterputzlösung im Bestand.
- Stemmen selbst übernehmen: Wer handwerklich versiert ist, kann unter Anleitung des Elektrikers den Schlitz selbst stemmen und ausführen – das spart 30 bis 60 Euro an Arbeitszeit. Achtung: Das Verlegen und Anschließen der Leitung muss der Fachbetrieb machen.
- Material selbst kaufen: Marken-Schalter-Programme (z. B. Busch-Jäger, Gira, Jung) können Sie beim Elektrofachgroßhandel oder Online-Händler oft 15 bis 25 Prozent günstiger als beim Handwerker beziehen.
- Bedarfsplanung vor dem Einzug: Wer einen Neubau oder eine Renovierung plant, sollte den Steckdosenbedarf sorgfältig berechnen: Jede Steckdose jetzt kostet 40 bis 80 Euro; dieselbe Steckdose später nachgerüstet 80 bis 150 Euro oder mehr.
Zum Elektriker-Kostenguide
Alle Stundensätze, Leistungspreise und Spartipps für Elektriker-Beauftragungen – unser umfassender Guide hilft Ihnen beim Vergleich.
Zum Elektriker-Kostenguide Interner Ratgeber-Link, kein Werbe-Link.Smart Home und Elektroinstallation: weitere Guides
Wer Steckdosen nachrüstet, denkt oft auch über Smart-Home-Integration nach. Unsere Guides zeigen die vollständigen Kosten:
Interne Ratgeber-Links, keine Werbe-Links.Häufige Fragen zu Steckdose setzen Kosten
Was kostet eine Steckdose setzen lassen?
Eine einzelne Unterputz-Steckdose im Neubau oder Rohbau kostet 40 bis 80 Euro inklusive Material und Arbeit. Im Bestand mit Stemm- und Schlitzarbeiten steigen die Kosten auf 80 bis 150 Euro pro Steckdose. Der Preis sinkt deutlich, wenn mehrere Steckdosen in einem Arbeitsgang gesetzt werden.
Was ist günstiger – Unterputz oder Aufputz?
Eine Aufputz-Steckdose (AP) ist in der Montage günstiger: 25 bis 50 Euro pro Stück, da kein Stemmen der Wand nötig ist. Unterputz (UP) kostet im Bestand 80 bis 150 Euro, ist aber optisch unauffälliger und langlebiger. Im Neubau ist UP kaum teurer als AP, weil die Leitungen ohnehin in den Rohbau verlegt werden.
Was kostet eine Außensteckdose einbauen?
Eine wetterfeste Außensteckdose (IP44 oder IP65) kostet 80 bis 180 Euro eingebaut. Wenn kein Stromkreis in der Nähe liegt und eine neue Leitung vom Verteiler gezogen werden muss, kommen 150 bis 400 Euro Mehrkosten hinzu. Gesamtaufwand mit neuem Stromkreis: 250 bis 600 Euro.
Wie hoch ist der Stundensatz eines Elektrikers?
Der Stundensatz eines Elektrikers liegt 2026 zwischen 45 und 90 Euro netto je nach Region und Betriebsgröße. In Großstädten wie München, Hamburg oder Frankfurt sind 70 bis 90 Euro üblich, in ländlichen Regionen 45 bis 65 Euro. Hinzu kommen Anfahrtskosten (meist 20 bis 50 Euro pauschal).
Darf ich Steckdosen selbst installieren?
Nein. Elektrische Installationsarbeiten hinter der Unterputzdose – also das Verlegen von Leitungen, Anschließen im Verteiler und Setzen neuer Stromkreise – sind in Deutschland gemäß VDE und TAB ausschließlich Elektrofachbetrieben vorbehalten. Eigenmächtige Arbeiten können Versicherungsschutz und Gewährleistung erloschen lassen. Nur das Austauschen eines Steckdosenrahmens oder einer fertigen Steckdose auf einer bereits vorhandenen Unterputzdose ist Laien erlaubt.
Wann lohnt sich ein neuer Stromkreis?
Ein neuer Stromkreis lohnt sich, wenn der bestehende Kreis bereits voll belastet ist (z. B. Küche mit vielen Geräten), wenn ein Sicherungsautomat häufig auslöst oder wenn eine Starkstrom-Anwendung (Herd, E-Auto-Ladepunkt, Wärmepumpe) angeschlossen werden soll. Die Kosten für einen neuen Stromkreis vom Verteiler betragen je nach Leitungslänge 200 bis 600 Euro.
Alle Preisangaben Stand Mai 2026. Quellen: Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), BKI Baukosteninformationszentrum, Vergleichspreise regionaler Elektrofachbetriebe. Preise variieren regional; für eine belastbare Schätzung empfehlen wir mindestens drei Angebote ortsansässiger Fachbetriebe.