Kostenübersicht: Was kostet einen Garten anlegen lassen?
Die Kosten für einen neu angelegten Garten hängen stark von Größe, Ausstattung und gewünschtem Pflegeaufwand ab. Hier eine Übersicht der typischen Gesamtkosten nach Gartentyp:
| Gartentyp | Gesamtkosten (ca.) | Typische Maßnahmen |
|---|---|---|
| Einfacher Rasen + Pflanzbeete | 3.000–6.000 € | Rasen ansäen, Beete anlegen, Grünschnitt |
| Mittlerer Garten mit Terrasse | 8.000–15.000 € | Rasen, Terrasse, Wege, Bepflanzung |
| Vollausgestatteter Garten | 15.000–25.000 € | Terrasse, Poolbereich, Beleuchtung, Zaun |
| Naturnaher Garten | 4.000–10.000 € | Wildblumenwiese, Nistkästen, Teich |
Einzelkosten der wichtigsten Maßnahmen
Rasen anlegen
Rasen ansäen kostet 3–8 Euro/m² (inkl. Bodenvorbereitung, Saatgut, Walzen). Rollrasen liegt bei 12–20 Euro/m². Bei 200 m² Rasenfläche entstehen also:
- Saatgut-Rasen: 600–1.600 Euro
- Rollrasen: 2.400–4.000 Euro
Terrasse anlegen
Eine Terrasse aus Betonstein kostet 50–120 Euro/m², aus Naturstein 100–200 Euro/m², aus WPC-Dielen 80–150 Euro/m². Bei einer 20 m² Terrasse:
- Betonstein: 1.000–2.400 Euro
- Naturstein: 2.000–4.000 Euro
- WPC: 1.600–3.000 Euro
Gartenwege
Gartenwege aus Betonsteinpflaster kosten 40–80 Euro/m², aus Naturstein 80–150 Euro/m², aus Kies 15–30 Euro/m². Ein 20-m-Weg (1 m breit, 20 m²): 300–3.000 Euro je nach Material.
Bepflanzung und Hecken
Hecken pflanzen lassen: 15–35 Euro/lm (Pflanzware + Setzen). Beet anlegen lassen: 30–80 Euro/m² inkl. Mulch und Bepflanzung. Baum pflanzen: 200–800 Euro je nach Art und Größe.
Zaun und Sichtschutz
Holzzaun: 80–150 Euro/lm. Metallzaun: 60–120 Euro/lm. Sichtschutz aus WPC: 100–200 Euro/lm inkl. Montage.
Rasen ansäen oder Rollrasen? Der direkte Vergleich
Die Rasenfläche ist bei fast jedem Garten der größte zusammenhängende Posten – und genau hier fällt die erste große Kostenentscheidung: Saatgut-Rasen oder Rollrasen. Beide Fähigkeiten führen zu einer dichten Grünfläche, unterscheiden sich aber deutlich in Preis, Wartezeit und Pflegeaufwand in den ersten Wochen.
Ein angesäter Rasen ist mit 3 bis 8 Euro pro Quadratmeter (inklusive Bodenvorbereitung, Saatgut und Walzen) die günstigste Variante. Der Nachteil: Die Fläche ist erst nach sechs bis acht Wochen voll belastbar und muss in der Anwuchsphase konsequent feucht gehalten werden. Rollrasen kostet inklusive Verlegung 12 bis 20 Euro pro Quadratmeter, ist dafür aber bereits nach zwei bis drei Wochen begehbar und liefert sofort ein gleichmäßiges Bild ohne Lücken.
| Kriterium | Saatgut-Rasen | Rollrasen |
|---|---|---|
| Preis pro m² (inkl. Arbeit) | 3–8 € | 12–20 € |
| 200 m² Gesamtkosten | 600–1.600 € | 2.400–4.000 € |
| Belastbar nach | 6–8 Wochen | 2–3 Wochen |
| Pflege Anwuchsphase | hoch (täglich wässern) | moderat |
| Beste Jahreszeit | Frühjahr/Herbst | nahezu ganzjährig |
Faustregel: Wer Zeit hat und Kosten sparen will, fährt mit Saatgut günstiger. Wer eine Fläche schnell nutzen möchte – etwa weil Kinder im Garten spielen sollen – oder ein Hanggrundstück gegen Erosion sichern muss, ist mit Rollrasen besser bedient. Bei kleineren Flächen unter 100 Quadratmetern fällt der Preisunterschied in absoluten Zahlen ohnehin kaum ins Gewicht.
Kosten nach Gewerk: So setzt sich der Gesamtpreis zusammen
Ein Komplettgarten wird selten als ein einziger Posten abgerechnet, sondern in einzelne Gewerke aufgeteilt. Wer die typische Spanne pro Gewerk kennt, erkennt sofort, ob ein Angebot realistisch kalkuliert ist oder ob einzelne Positionen aus dem Rahmen fallen. Die folgende Tabelle zeigt die Bandbreite für einen mittelgroßen Garten von rund 300 Quadratmetern.
| Gewerk | Kostenanteil typisch | Richtpreis |
|---|---|---|
| Planung & Vermessung | 5–10 % | 500–3.000 € |
| Erdarbeiten & Modellierung | 15–20 % | 1.500–4.000 € |
| Wege & Pflasterung | 20–25 % | 40–150 €/m² |
| Rasen & Bepflanzung | 20–30 % | 3–95 €/m² |
| Bewässerung | 5–10 % | 800–3.500 € |
| Terrasse & Sonstiges | 15–25 % | 50–350 €/m² |
Als grobe Richtschnur gilt: Rund 60 Prozent eines Gartenbudgets entfallen auf die Arbeitsleistung, etwa 40 Prozent auf Material. Genau deshalb ist der Stundensatz des Betriebs ein zentraler Hebel. Ein Garten- und Landschaftsbaubetrieb berechnet je nach Region und Aufgabe 45 bis 85 Euro pro Stunde, in Ballungsräumen wie München, Hamburg oder Frankfurt liegt der Satz 30 bis 40 Prozent über dem Niveau ländlicher Regionen. Für aufwändige Erdarbeiten mit Maschineneinsatz steigt der Satz auf bis zu 100 Euro pro Stunde. Bei größeren Projekten sollten Sie deshalb immer ein Festpreisangebot statt einer Abrechnung nach Aufwand verlangen – das schafft Planungssicherheit und macht Angebote vergleichbar.
Bewässerung: Kosten und Systeme
Eine durchdachte Bewässerung wird beim Garten anlegen oft vergessen – und später teuer nachgerüstet. Wer sie von Anfang an mitplant, spart die doppelte Tiefbauarbeit. Die einfachste Lösung ist ein oberirdischer Schlauch mit Bewässerungscomputer ab etwa 80 bis 200 Euro. Komfortabler und unsichtbar ist ein fest verlegtes Versenkregner-System.
| Bewässerungsart | Kosten |
|---|---|
| Bewässerungscomputer + Schlauch | 80–200 € |
| Tropfschlauch für Beete (pro m) | 2–5 €/m |
| Versenkregner-Anlage (300 m²) | 2.000–3.500 € |
| Anschluss an Regenwasser-Zisterne | 2.500–6.000 € |
Ein automatisches Versenkregner-System für einen mittelgroßen Garten von 300 Quadratmetern kostet inklusive Verlegung, Steuerung und Inbetriebnahme rund 2.000 bis 3.500 Euro. Wer zusätzlich eine Regenwasser-Zisterne einbinden möchte, muss mit weiteren 2.500 bis 6.000 Euro für Erdarbeiten, Tank und Pumpe rechnen – das senkt aber dauerhaft die Wasserkosten und macht unabhängig von Trockenperioden.
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Eine professionelle Gartenplanung kostet 500–3.000 Euro, je nach Grundstücksgröße und Detailgrad. Viele Gartenbaubetriebe erstellen eine Grobplanung kostenlos oder verrechnen sie mit dem Auftrag. Die Investition lohnt sich fast immer: Ein durchdachter Plan verhindert teure Nacharbeiten, etwa weil eine Leitung nachträglich verlegt oder eine falsch platzierte Terrasse versetzt werden muss. Gerade bei verschachtelten Grundstücken oder Hanglagen amortisiert sich das Planungshonorar durch eingesparte Fehlkäufe und eine realistische Kostenschätzung je Gewerk.
Was eine gute Planung umfasst:
- Bestandsaufnahme und Bodengutachten
- Lageplan mit Bepflanzungskonzept
- Entwässerungskonzept
- Kostenschätzung je Gewerk
Bodenverbesserung und Erdarbeiten
Oft unterschätzt: Schlechte Böden treiben die Gartenkosten in die Höhe. Bevor überhaupt eine Pflanze gesetzt oder ein Stein verlegt wird, muss der Untergrund stimmen. Verdichtete Böden, Bauschutt aus der Neubauphase oder ein ungünstiges Gefälle führen regelmäßig dazu, dass sich der Erdarbeiten-Posten verdoppelt. Auch die Geländemodellierung – also das Anlegen von Terrassierungen, sanften Hügeln oder einer ebenen Rasenfläche – gehört in diese Phase und wird meist nach Stunden oder pro Quadratmeter abgerechnet. Typische Positionen:
| Maßnahme | Kosten |
|---|---|
| Oberboden abtragen + entsorgen (100 m²) | 500–1.500 € |
| Mutterboden liefern + einbringen (100 m²) | 600–1.800 € |
| Bodenverbesserung (Kompost, Sand, Kalk) | 300–800 € |
| Drainage verlegen (lfd. Meter) | 25–60 €/m |
Gartenbeleuchtung
Solar-Leuchten (4–6 Stück): ab 100 Euro. Fest installierte LED-Gartenbeleuchtung mit Zuleitung: 1.000–4.000 Euro inkl. Elektriker. Smarte Systeme (Philips Hue Outdoor, etc.): 2.000–6.000 Euro.
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Handwerkerleistungen im Garten können über §35a EStG steuerlich abgesetzt werden: 20 Prozent der Lohnkosten (nicht Material), maximal 1.200 Euro/Jahr. Voraussetzung: Rechnung + bargeldlose Zahlung, Arbeit am Eigenheim oder Mietobjekt.
Für naturnahe Begrünung, Dachbegrünung oder Entsiegelung gibt es regional unterschiedliche Förderprogramme. Beim Bundesförderprogramm für effiziente Gebäude (BEG) sind Außenanlagen nicht förderfähig — aber ggf. über kommunale Klimaschutzprogramme.
Eigenleistung: Was lässt sich selbst erledigen?
Eigenleistung kann 30–50 Prozent der Kosten einsparen:
- Geeignet: Rasensäen, Hecke pflanzen, Beetanlage, Kies streuen, einfache Wege
- Nur mit Erfahrung: Pflastern, Terrassenbau, Drainagearbeiten
- Besser Fachmann: Erdarbeiten mit Bagger, Entwässerung, Elektroinstallation, Mauerbau
Spartipps beim Garten anlegen
- Mehrere Angebote einholen — Preise variieren bis zu 30 Prozent
- Herbst und Frühjahr: Gartenbaubetriebe haben weniger Auslastung
- Gewerke bündeln: Terrasse + Wege + Rasen in einem Auftrag spart Anfahrten
- Pflanzen aus Biomärkten statt Gartencenter (30–50 % günstiger)
- Naturstein aus Steinbrüchen regional kaufen (spart Transport)
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Kostenlose Angebote von geprüften Betrieben. Inkl. Beratung zur Förderung.
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Einen Garten anlegen zu lassen kostet je nach Größe und Ausstattung zwischen 3.000 und 25.000 Euro. Der größte Hebel ist nicht ein einzelner Posten, sondern das Zusammenspiel aus Flächengröße, Materialwahl und Anteil der Eigenleistung. Wer die Gewerke kennt und bewusst priorisiert, kann ein hochwertiges Ergebnis auch mit kleinerem Budget erreichen.
Unsere Empfehlung: Legen Sie zuerst die unveränderlichen Grundlagen fest – Erdarbeiten, Bodenverbesserung und Bewässerung –, denn diese lassen sich später nur mit hohem Aufwand nachrüsten. Bei Rasen, Wegen und Bepflanzung haben Sie dagegen viel Spielraum: Saatgut statt Rollrasen, regionaler Naturstein statt Importware und Pflanzen aus Biomärkten senken die Kosten spürbar, ohne die Qualität zu mindern. Holen Sie grundsätzlich mindestens drei Angebote ein – die Preisspanne zwischen Betrieben liegt erfahrungsgemäß bei bis zu 30 Prozent.
Wer handwerklich geschickt ist, übernimmt Rasensäen, Beetanlage und einfache Wege selbst und spart so 30 bis 50 Prozent der Lohnkosten. Pflasterung, Erdarbeiten mit Bagger und Elektroinstallation gehören dagegen in Fachhand. Vergessen Sie nicht den Steuervorteil: 20 Prozent der Lohnkosten von Handwerkerleistungen sind nach §35a EStG absetzbar, maximal 1.200 Euro pro Jahr. Mit einer klaren Priorisierung und mehreren Vergleichsangeboten bleibt Ihr Gartenprojekt planbar – und das Budget unter Kontrolle.
Preisangaben sind Richtwerte (Stand 2026) und können je nach Region, Grundstück und Ausstattung abweichen. Quellen u. a.: aroundhome.de (Gartenbau Kosten), gartenbau.org (Rollrasen verlegen), 11880-gartenbau.com (Preistabellen), biallo.de (Gartengestaltung Kosten). Maßgeblich ist stets das individuelle Angebot eines Fachbetriebs.
Häufige Fragen zum Garten anlegen
Was kostet es, einen Garten neu anzulegen?
Die Kosten für einen neu angelegten Garten liegen je nach Größe und Ausstattung zwischen 3.000 und 25.000 Euro. Ein einfacher Rasen mit Bepflanzung kostet ab 3.000 Euro, ein vollständig gestalteter Garten mit Terrasse, Wegen und Beleuchtung kann 20.000 Euro und mehr kosten.
Wie viel kostet ein Landschaftsgärtner pro Stunde?
Ein Landschaftsgärtner berechnet 45 bis 85 Euro pro Stunde, je nach Region und Aufgabe. Im Durchschnitt sind es 55 bis 70 Euro/Stunde. Bei größeren Projekten lohnt sich ein Festpreisangebot.
Wie viel kostet ein Rasen anlegen lassen?
Rasen ansäen kostet 3–8 Euro/m² (inkl. Boden vorbereiten, Saatgut, Ansäen). Rollrasen liegt bei 12–20 Euro/m² inkl. Verlegung. Bei 100 m² also 300–800 Euro (Saat) bzw. 1.200–2.000 Euro (Rollrasen).
Was kostet eine Gartenplanung vom Fachmann?
Eine professionelle Gartenplanung kostet 500 bis 3.000 Euro, abhängig von Grundstücksgröße und Detailtiefe. Viele Gartenbaubetriebe erstellen eine Grobplanung kostenlos oder rechnen sie mit dem Auftrag verrechnet an.
Welche Kosten fallen für einen Gartenweg an?
Ein Gartenweg aus Betonsteinpflaster kostet 40–80 Euro/m², aus Naturstein 80–150 Euro/m², aus Kies 15–30 Euro/m². Bei einem 20 m langen, 1 m breiten Weg (20 m²) entstehen je nach Material 300 bis 3.000 Euro Kosten.
Was kostet eine Gartenbeleuchtung?
Eine einfache Gartenbeleuchtung mit 4–6 Solar-Leuchten ist ab 100 Euro erhältlich. Eine fest installierte LED-Gartenbeleuchtung mit Zuleitung kostet 1.000 bis 4.000 Euro inkl. Elektriker. Smarte Systeme liegen bei 2.000 bis 6.000 Euro.
Kann ich beim Garten anlegen Steuern sparen?
Ja, bei Eigenheim: Handwerkerleistungen (§35a EStG) sind zu 20 % absetzbar, max. 1.200 Euro/Jahr. Die Maßnahme muss am Wohngebäude oder auf dem Grundstück stattfinden und per Überweisung bezahlt werden. Materialkosten sind nicht absetzbar.
Was kostet eine Gartenhecke pflanzen lassen?
Eine Hainbuchenhecke oder Ligusterhecke zu pflanzen kostet 15–30 Euro pro laufenden Meter (Pflanzware + Setzen), Thuja-Hecken liegen bei 20–35 Euro/lm. Bei 20 lm Hecke entstehen 300 bis 700 Euro Kosten, ohne spätere Schnittarbeiten.