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Fassade streichen Kosten 2026: Preise pro m², Förderung & Tipps

Eine Fassade streichen zu lassen kostet zwischen 15 und 50 Euro pro Quadratmeter. Für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche zahlen Sie 5.000 bis 12.000 Euro — mit Gerüst und Vorarbeiten 14.000 bis 17.000 Euro. Bei gleichzeitiger Dämmung gibt es bis zu 12.000 Euro Förderung.

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Was kostet es, die Fassade streichen zu lassen?

Die Kosten für eine Fassadensanierung hängen davon ab, was genau gemacht wird: Ein reiner Anstrich ist deutlich günstiger als eine Komplettsanierung mit Putz und Dämmung. Die folgende Tabelle zeigt alle Maßnahmen mit realistischen Quadratmeterpreisen — inklusive Material und Arbeitslohn.

Kostenübersicht: Alle Fassadenarbeiten auf einen Blick

MaßnahmeKosten pro m²EFH 150 m² (gesamt)
Fassade streichen (Maler)15–50 €5.000–12.000 €
Fassade verputzen30–80 €4.500–12.000 €
Fassadenreinigung5–25 €750–3.750 €
WDVS (Wärmedämmung)135–200 €20.000–30.000 €
Klinker sanieren150–250 €22.500–37.500 €
Holzfassade streichen25–60 €3.750–9.000 €
Holzfassade sanieren120–220 €18.000–33.000 €

Was kostet ein Einfamilienhaus streichen? Drei Szenarien

Die Gesamtkosten variieren stark je nach Ausgangszustand und Umfang der Arbeiten. Hier drei typische Szenarien für ein EFH mit 150 m² Fassadenfläche:

SzenarioLeistungGesamtkosten
Nur Anstrich auffrischenReinigung + 2× Anstrich + Gerüst8.000–12.000 €
Anstrich + PutzausbesserungPutzschäden reparieren + Grundierung + 2× Anstrich + Gerüst12.000–17.000 €
Komplett mit WDVSDämmung + Armierung + Putz + Anstrich + Gerüst25.000–35.000 €
Hinweis zu den Preisen

Alle Preise gelten für April 2026 und beinhalten Material und Arbeitslohn. Regionale Unterschiede von 20–30 % sind normal: In München oder Hamburg zahlen Sie mehr als in Sachsen oder Thüringen.


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Detailkosten: Streichen, Verputzen, Reinigen, Sonderfassaden

Fassade streichen lassen: 15–50 Euro pro m²

Der reine Fassadenanstrich durch einen Malerbetrieb kostet 15 bis 50 Euro pro Quadratmeter. Der Preis setzt sich zusammen aus Vorarbeiten, Material und Arbeitslohn:

PositionKosten pro m²Anteil
Untergrund vorbereiten (Reinigung, Abkleben, Grundierung)3–8 €~20 %
Fassadenfarbe (Material, 2 Anstriche)2–7 €~15 %
Arbeitslohn Maler10–30 €~55 %
Kleinmaterial (Abdeckung, Kreppband)1–3 €~10 %
Gesamt pro m²15–50 €100 %

Die große Spanne erklärt sich durch drei Faktoren: den Zustand des Untergrunds (intakter Putz vs. Risse und Ausblühungen), die Farbqualität (Dispersionsfarbe 3–6 €/L vs. Silikatfarbe 10+ €/L) und die Region (Malerstunde Ost 40–55 € vs. Süd 55–75 €).

Fassade verputzen lassen: 30–80 Euro pro m²

Wenn der alte Putz beschädigt oder abgewittert ist, reicht ein Anstrich allein nicht aus. Neuer Fassadenputz kostet 30 bis 80 Euro pro Quadratmeter — je nach Putzart:

PutzartKosten pro m²Eigenschaften
Kalkputz25–45 €Diffusionsoffen, natürlich, Denkmalschutz
Mineralputz30–50 €Robust, nicht brennbar, gutes Raumklima
Kunstharzputz25–40 €Elastisch, wasserabweisend, rissüberbrückend
Silikonharzputz45–65 €Wasserabweisend, dampfdurchlässig, langlebig

Klinker sanieren: 150–250 Euro pro m²

Klinkerfassaden sind langlebig, aber nicht wartungsfrei. Typische Arbeiten: Fugen erneuern (Verfugen), einzelne Steine austauschen, Imprägnierung auftragen. Die Kosten liegen bei 150 bis 250 Euro pro Quadratmeter — deutlich über einem normalen Putzanstrich, weil die Arbeit kleinteilig und handwerklich anspruchsvoll ist.

Holzfassade streichen: 25–60 Euro pro m²

Holzfassaden brauchen häufiger Pflege als verputzte Fassaden. Ein neuer Anstrich mit Holzschutzlasur oder Deckfarbe kostet 25 bis 60 Euro pro Quadratmeter. Bei stärkeren Schäden (morsche Bretter, Pilzbefall) steigen die Kosten auf 120 bis 220 Euro pro Quadratmeter, weil Holzteile ausgetauscht werden müssen.

Fassadenreinigung: 5–25 Euro pro m²

Nicht immer muss die Fassade neu gestrichen werden. Oft reicht eine professionelle Reinigung — besonders bei Algen-, Moos- oder Grünbelag. Kosten: 5 bis 25 Euro pro Quadratmeter, abhängig von der Methode (Hochdruck, Dampf oder chemische Reinigung). Graffitientfernung ist mit 15 bis 40 Euro pro Quadratmeter teurer.

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Gerüstkosten: Der unterschätzte Preistreiber

Das Gerüst ist bei jeder Fassadenarbeit ab dem Erdgeschoss Pflicht — und macht einen erheblichen Teil der Gesamtkosten aus. Viele Hausbesitzer unterschätzen diesen Posten, weil er in Pauschalangeboten oft nicht separat ausgewiesen wird.

Was kostet ein Gerüst für die Fassade?

PositionKosten pro m² FassadeAnmerkung
Gerüstmiete (4 Wochen)5–12 €Pro Woche ab 5. Woche: +0,50–1 €/m²
Auf- und Abbau7–7,50 €Einmalig, pauschal
Gesamt (4 Wochen)12–19,50 €

Beispielrechnung: Gerüst für ein Einfamilienhaus

PositionBerechnungKosten
FassadenflächeEFH, 2 Vollgeschosseca. 150 m²
Gerüstmiete (4 Wochen)150 m² × 8 €1.200 €
Auf-/Abbau150 m² × 7,50 €1.125 €
TransportPauschal200–400 €
Gesamt Gerüst2.525–2.725 €
Spartipp: Gerüst für mehrere Gewerke nutzen

Planen Sie Dacharbeiten, Fenstertausch und Fassadenanstrich gleichzeitig. Das Gerüst steht ohnehin — Sie zahlen nur einmal Auf-/Abbau und sparen 2.000 bis 3.000 Euro.

Gerüstpflicht: Ab 3 Metern Arbeitshöhe schreibt die DGUV Vorschrift 38 ein Gerüst vor. Eigenaufbau ist für Privatpersonen ohne Sachkundenachweis nicht zulässig — und auch aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert.

Fassadenfarben im Vergleich: Dispersion, Silikonharz, Silikat

Die Wahl der Fassadenfarbe entscheidet nicht nur über den Quadratmeterpreis, sondern vor allem darüber, wie lange der Anstrich hält. Billigfarbe spart kurzfristig — kostet aber langfristig mehr, weil Sie alle 5 statt alle 15 Jahre neu streichen müssen.

FarbtypPreis/LiterHaltbarkeitVorteileNachteile
Dispersionsfarbe3–6 €5–7 JahreGünstig, einfach zu verarbeitenKurze Haltbarkeit, anfällig für Algen
Silikonharzfarbe5–9 €bis 15 JahreWasserabweisend, dampfdurchlässigEtwas teurer als Dispersion
Silikatfarbe10+ €15+ JahreExtrem langlebig, mineralischNur auf mineralischen Untergründen, teuer
Lotuseffekt-Farbe8–14 €10–15 JahreSelbstreinigend, wasserabweisendTeuer, Lotuseffekt lässt nach 5–8 Jahren nach
[4 Icons: Dispersion | Silikonharz | Silikat | Lotuseffekt — mit Haltbarkeitsangabe]

Kostenvergleich über 30 Jahre (150 m² Fassade)

Die wahren Kosten einer Fassadenfarbe zeigen sich erst auf lange Sicht. Wer alle 6 Jahre mit Dispersionsfarbe streicht, zahlt über 30 Jahre deutlich mehr als bei einem einmaligen Silikatanstrich:

FarbtypAnstriche in 30 J.Kosten pro AnstrichGesamtkosten 30 J.
Dispersionsfarbe8.000–12.000 €40.000–60.000 €
Silikonharzfarbe9.000–13.000 €18.000–26.000 €
Silikatfarbe10.000–15.000 €20.000–30.000 €

Empfehlung: Silikonharzfarbe bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Sie kostet nur wenig mehr als Dispersionsfarbe, hält aber doppelt so lange. Für Denkmalschutzgebäude oder rein mineralische Fassaden ist Silikatfarbe die richtige Wahl.

Vorsicht bei Billigangeboten

Wenn ein Malerbetrieb deutlich unter 20 €/m² anbietet, wird oft minderwertige Farbe verarbeitet. Fragen Sie immer nach Farbtyp und Hersteller — und rechnen Sie die Kosten über 15 Jahre statt nur für den ersten Anstrich.

WDVS & Fassadendämmung: Kosten und Wirtschaftlichkeit

Wer ohnehin die Fassade erneuern lässt, sollte eine Wärmedämmung prüfen. Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) spart Heizkosten, steigert den Immobilienwert und ist bei größeren Fassadenerneuerungen nach GEG unter Umständen sogar Pflicht.

Dämmstoffe im Kostenvergleich

DämmstoffMaterialpreis/m²WDVS komplett/m²WLGEigenschaften
EPS grau (Styropor)8–25 €135–165 €032Günstig, leicht, Standard
Mineralwolle14–19 €155–200 €035Nicht brennbar, Schallschutz
Holzfaser20–45 €170–230 €040Ökologisch, guter Hitzeschutz
Resol-Hartschaum25–55 €180–250 €022Dünnste Aufbauten möglich

Rechenbeispiel: WDVS für ein Einfamilienhaus

PositionKosten
WDVS mit EPS grau, 16 cm (150 m²)20.250–24.750 €
Gerüst (inkl. Auf-/Abbau)2.500–3.500 €
Fensterbank-Anpassungen, Details1.500–3.000 €
Gesamtkosten24.250–31.250 €
BAFA-Förderung (20 % mit iSFP)−4.850 bis −6.250 €
Eigenanteil nach Förderung19.400–25.000 €

Wirtschaftlichkeit: Ein WDVS spart bei einem ungedämmten Altbau typischerweise 600 bis 1.200 Euro Heizkosten pro Jahr. Die Amortisation liegt bei 12 bis 20 Jahren — ohne Förderung. Mit BAFA-Zuschuss verkürzt sich die Amortisation auf 10 bis 16 Jahre.

Wer die Fassade ohnehin erneuert und das Gerüst bezahlt, spart die Mehrkosten für die Dämmung — denn Gerüst, Armierung und Anstrich fallen so oder so an. Die tatsächlichen Mehrkosten gegenüber einem reinen Neuanstrich betragen dann nur 10.000 bis 18.000 Euro statt der vollen 25.000 bis 31.000 Euro.

Tipp: Kombinieren Sie die Fassadendämmung mit einer neuen Heizung — die kleinere Heizlast spart bei der Heizungsdimensionierung 3.000 bis 8.000 Euro.

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Förderung & Steuervorteile 2026: Bis zu 12.000 Euro Zuschuss

Für einen reinen Fassadenanstrich gibt es keine staatliche Förderung. Sobald Sie aber eine Fassadendämmung einbauen, die den GEG-U-Wert von 0,24 W/(m²K) erreicht, stehen Ihnen drei Förderwege offen.

BAFA BEG Einzelmaßnahme: Fassadendämmung

BausteinFörderquoteBedingung
Grundförderung15 %U-Wert ≤ 0,24 W/(m²K) erreicht
iSFP-Bonus+5 %Individueller Sanierungsfahrplan vorhanden
Maximum20 %Grundförderung + iSFP

Förderhöchstgrenze: Förderfähige Kosten maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit — mit individuellem Sanierungsfahrplan (iSFP) 60.000 Euro. Maximaler Zuschuss: 12.000 Euro.

Antragsprozess: So sichern Sie die BAFA-Förderung

  1. Energieberater beauftragen Kosten: 300–800 €, davon 50 % förderbar. Erstellt den iSFP für den 5-%-Bonus.
  2. Angebote einholen Mindestens 2–3 Angebote von Fassadenbauern. U-Wert-Nachweis muss enthalten sein.
  3. BAFA-Antrag stellen Online über das BAFA-Portal, VOR der Auftragsvergabe.
  4. Zuwendungsbescheid abwarten Bearbeitungszeit ca. 4–8 Wochen.
  5. Auftrag erteilen und Arbeiten durchführen Erst nach Bewilligung beauftragen.
  6. Nachweise einreichen Rechnungen, Fotos und Energieberater-Bestätigung an die BAFA.
[Flowchart: BAFA-Förderantrag Fassadendämmung — 6 Schritte]
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Wichtig: Antrag VOR Auftragsvergabe

Wer zuerst den Handwerker beauftragt und dann den BAFA-Antrag stellt, verliert den gesamten Förderanspruch. Die Reihenfolge ist zwingend: Antrag → Bewilligung → Auftrag.

Steuerbonus §35a: Handwerkerleistungen absetzen

Auch ohne Dämmung können Sie Fassadenarbeiten steuerlich geltend machen: 20 Prozent der Lohnkosten (nicht Material) nach §35a EStG — maximal 1.200 Euro pro Jahr. Bei einem Fassadenanstrich mit 8.000 Euro Lohnanteil ergibt das 1.200 Euro Steuerersparnis.

Energetische Sanierung §35c: 20 % über 3 Jahre

Wer eine Fassadendämmung einbaut und keine BAFA-Förderung beantragt, kann über §35c EStG 20 Prozent der Gesamtkosten (nicht nur Lohn) über 3 Jahre von der Steuer absetzen — maximal 40.000 Euro förderfähige Kosten. Bei einem WDVS für 25.000 Euro sind das 5.000 Euro Steuerersparnis.

Nicht kombinierbar

BAFA-Förderung und §35c-Steuerbonus schließen sich gegenseitig aus. Sie haben ein Wahlrecht. Faustformel: Bei förderfähigen Kosten unter 25.000 Euro lohnt sich oft §35c. Darüber ist die BAFA-Förderung attraktiver.

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GEG-Pflichten bei Fassadenarbeiten: Wann wird Dämmen zur Pflicht?

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt vor, wann bei Fassadenarbeiten zusätzlich gedämmt werden muss. Die wichtigste Regel: die sogenannte 10-Prozent-Regel.

Die 10-%-Regel: Wird mehr als 10 Prozent der gesamten Fassadenfläche erneuert (nicht nur gestrichen, sondern der Putz oder die Bekleidung), greift die Dämmpflicht nach GEG §48. Die Fassade muss dann einen U-Wert von maximal 0,24 W/(m²K) erreichen.

Was löst die Dämmpflicht NICHT aus:

  • Reiner Fassadenanstrich (Farbe auf bestehenden Putz)
  • Kleinere Putzreparaturen unter 10 % der Gesamtfläche
  • Fassadenreinigung
  • Anstrich einer Holzfassade ohne Austausch der Schalung

Was die Dämmpflicht auslöst:

  • Kompletterneuerung des Fassadenputzes
  • Austausch der Fassadenverkleidung (Holz, Klinker-Vorsatzschale)
  • Verkleidung einer bisher unverkleideten Fassade
Ausnahme Denkmalschutz

Denkmalgeschützte Gebäude und Gebäude in Ensembleschutzzonen sind von der Dämmpflicht befreit, wenn die Dämmung das Erscheinungsbild unverhältnismäßig beeinträchtigen würde. Ein Antrag bei der Denkmalbehörde ist erforderlich.

Praxistipp: Wenn Sie ohnehin den Putz erneuern und damit die 10-%-Schwelle überschreiten, lohnt sich die Dämmung doppelt: Sie müssen sie sowieso einbauen — und erhalten dafür bis zu 20 % BAFA-Förderung.

DIY vs. Profi: Lohnt sich Fassade selber streichen?

Die Kostendifferenz zwischen Eigenleistung und Profi ist bei der Fassade besonders groß — weil der Arbeitslohn den größten Posten ausmacht. Allerdings sind auch die Risiken bei Eigenleistung höher als bei Innenarbeiten.

Kostenvergleich: Selber machen vs. Maler beauftragen

PositionDIYProfi
Fassadenfarbe (45 L, 2 Anstriche)750–1.350 €750–1.350 €
Grundierung200–350 €200–350 €
Gerüstmiete (4 Wochen, Profi-Aufbau)1.500–2.500 €2.500–3.500 €
Abdeckmaterial, Werkzeug300–500 €Im Preis enthalten
Arbeitslohn Maler0 €8.000–10.000 €
Gesamt (EFH, 150 m²)2.750–4.700 €14.000–17.000 €

Ersparnis bei DIY: Rund 10.000 bis 12.000 Euro — allerdings investieren Sie dafür 60 bis 100 Arbeitsstunden (bei einem EFH mit 150 m²).

Was geht selber — und was nicht?

Geeignet für DIY:

  • Fassadenreinigung (Erdgeschoss)
  • Anstrich im Erdgeschoss (ohne Gerüst, bis ca. 3 m Höhe)
  • Kleinere Putzausbesserungen
  • Abkleben und Abdecken als Vorarbeit für den Maler

Nicht geeignet für DIY:

  • Gerüstauf- und -abbau (Sachkundenachweis erforderlich)
  • WDVS / Fassadendämmung (Fachverarbeitung für Förderung Pflicht)
  • Arbeiten ab dem 2. Stockwerk (Absturzgefahr)
  • Schadstoffsanierung (Asbest, alte Farben mit Blei)
  • Kompletterneuerung des Fassadenputzes
Gewährleistung und Förderung

Bei Eigenleistung entfällt die Gewährleistung des Handwerkers (5 Jahre nach VOB). Außerdem: BAFA-Förderung für Fassadendämmung gibt es nur bei Ausführung durch einen Fachbetrieb.

Kostentreiber & Spartipps: So sparen Sie bei der Fassadensanierung

Die 5 größten Kostentreiber

Fassadenfläche: Je größer die Fläche, desto höher die Gesamtkosten — aber der Quadratmeterpreis sinkt leicht bei größeren Flächen (Mengenrabatt Farbe, Gerüst effizienter aufgebaut).

Zustand der Fassade: Eine intakte Putzfläche braucht nur Reinigung und Anstrich. Risse, Abplatzungen und Durchfeuchtung erfordern Putzausbesserung oder -erneuerung — das verdoppelt bis verdreifacht die Kosten.

Region: Malerstunden kosten in München oder Hamburg 65 bis 85 Euro — in Sachsen oder Thüringen 40 bis 55 Euro. Bei einem EFH macht das 3.000 bis 5.000 Euro Unterschied.

Dämmstärke und -material: 12 cm EPS sind deutlich günstiger als 20 cm Mineralwolle. Allerdings bestimmt der GEG-U-Wert die Mindestdämmstärke, nicht das Budget.

Gerüst und Standzeit: Jede zusätzliche Woche Gerüststandzeit kostet 75 bis 150 Euro (EFH). Verzögerungen durch schlechtes Wetter oder fehlende Materialien gehen ins Geld.

6 Spartipps für die Fassadensanierung

1. Mehrere Angebote vergleichen: Preisunterschiede von 20 bis 30 Prozent zwischen Malerbetrieben sind normal. Holen Sie mindestens drei Angebote ein.

2. Nebensaison nutzen: Herbst und Frühjahr sind ideal. Im Sommer sind Maler am stärksten ausgelastet und die Preise am höchsten.

3. Gewerke bündeln: Dachsanierung, Fassadenanstrich und Fenstertausch gleichzeitig beauftragen. Einmal Gerüst statt dreimal spart 4.000 bis 6.000 Euro.

4. Silikonharzfarbe wählen: 2–3 Euro pro Liter mehr als Dispersionsfarbe, aber doppelte Haltbarkeit. Über 30 Jahre die günstigste Lösung.

5. Eigenleistung bei Vorarbeiten: Abdecken, Pflanzen zurückschneiden, Fensterbänke abkleben — spart 500 bis 1.000 Euro Malerlohn.

6. Förderung und Steuerbonus prüfen: BAFA bis 12.000 Euro bei Dämmung. §35a-Steuerbonus bis 1.200 Euro/Jahr auch bei reinem Anstrich. Wer beides verpasst, verschenkt Geld.

Weiterer Spartipp: Wer zusätzlich eine Photovoltaikanlage installiert, kann die Solarmodule an der Fassade als zusätzliche Wetterschutzschicht nutzen — und die Gerüstkosten teilen.

Wann streichen? Intervalle, Checkliste & Alarmzeichen

Streichintervalle nach Farbtyp

Farbtyp / FassadeIntervallErneuerung nötig bei
Dispersionsfarbe5–7 JahreKreidebildung, Abblättern
Silikonharzfarbebis 15 JahreVerfärbung, Algenbefall
Silikatfarbe15+ JahreVerwitterung der Oberfläche
Holzfassade (Lasur/Deckfarbe)3–7 JahreRissbildung, Abblättern, Vergrauung

Checkliste: 7 Alarmzeichen für eine Fassadenerneuerung

  • Kreidebildung: Beim Darüberwischen mit der Hand bleiben weiße Rückstände. Die Farbe hat ihre Bindemittel verloren.
  • Algen- und Moosbefall: Grüne oder schwarze Beläge an der Nordseite oder in schattigen Bereichen. Verschlechtert sich ohne Behandlung jedes Jahr.
  • Risse im Putz: Haarrisse sind normal. Risse breiter als 0,3 mm oder netzartige Risse deuten auf tiefere Schäden hin.
  • Abblätternde Farbe: Farbschichten lösen sich in Schuppen ab. Zeichen für falsche Grundierung, Feuchtigkeit oder zu viele Farbschichten.
  • Verfärbungen und Flecken: Gelbliche oder bräunliche Flecken deuten auf Durchfeuchtung hin. Ursache klären, bevor gestrichen wird.
  • Feuchteschäden innen: Feuchte Stellen oder Schimmel an Innenwänden können auf defekte Fassadenabdichtung hinweisen.
  • Letzter Anstrich älter als 10 Jahre: Auch wenn die Fassade noch gut aussieht — nach 10 Jahren lohnt sich eine Inspektion durch einen Malerbetrieb.

Faustformel: Ab 3 zutreffenden Punkten sollten Sie zeitnah einen Malerbetrieb zur Begutachtung einladen. Ab 5 Punkten: Handeln Sie, bevor Folgeschäden die Kosten in die Höhe treiben.

Verwandte Themen: Dach sanieren | Heizung erneuern | Fenster austauschen

Häufige Fragen zum Fassade streichen

Was kostet es, ein Einfamilienhaus streichen zu lassen?
Ein EFH mit 150 m² Fassadenfläche streichen zu lassen kostet 5.000 bis 12.000 Euro (nur Anstrich). Mit Gerüst, Vorarbeiten und hochwertiger Farbe liegen die Gesamtkosten bei 14.000 bis 17.000 Euro. Bei gleichzeitiger Fassadendämmung steigen die Kosten auf 25.000 bis 35.000 Euro — davon übernimmt die BAFA bis zu 20 %.
Wie viel kostet Fassade streichen pro m²?
Zwischen 15 und 50 Euro pro Quadratmeter — je nach Farbe, Untergrund und Region. Im Durchschnitt rechnen Sie mit 25 bis 35 Euro/m² für einen Anstrich mittlerer Qualität (Silikonharzfarbe, 2 Anstriche, intakter Putz).
Gibt es Förderung für Fassade streichen?
Ein reiner Anstrich wird nicht gefördert. Bei gleichzeitiger Fassadendämmung (WDVS) erhalten Sie über die BAFA BEG EM bis zu 20 % Zuschuss — maximal 12.000 Euro. Alternativ: Handwerkerbonus §35a (20 % der Lohnkosten, max. 1.200 €/Jahr) auch für reinen Anstrich.
Wie oft muss eine Fassade gestrichen werden?
Dispersionsfarbe: alle 5–7 Jahre. Silikonharzfarbe: bis 15 Jahre. Silikatfarbe: 15 Jahre und länger. Holzfassaden brauchen alle 3–7 Jahre einen neuen Anstrich. Wer hochwertige Farbe wählt, spart langfristig deutlich.
Kann ich die Fassade selber streichen?
Im Erdgeschoss ja — Sie sparen rund 70 % der Kosten. Ab dem 2. Stockwerk brauchen Sie ein Gerüst (Profi-Aufbau, ca. 2.500 €). Materialkosten: 2.750–3.850 Euro für ein EFH. Nicht empfohlen: WDVS, Putzarbeiten und Arbeiten in großer Höhe.
Was kostet ein Gerüst für die Fassade?
Für ein EFH mit 150 m² Fassadenfläche: 2.500 bis 3.500 Euro (Miete 4 Wochen + Auf-/Abbau). Miete: 5–12 €/m², Auf-/Abbau: 7–7,50 €/m². Jede weitere Woche: +0,50–1 €/m².
Welche Fassadenfarbe ist die beste?
Silikonharzfarbe (5–9 €/L): bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, bis 15 Jahre haltbar, wasserabweisend und dampfdurchlässig. Für Denkmalschutz oder mineralische Untergründe: Silikatfarbe (10+ €/L, 15+ Jahre). Dispersionsfarbe ist die günstigste, aber mit 5–7 Jahren Haltbarkeit langfristig teurer.
Kann ich Fassade streichen von der Steuer absetzen?
Ja. Über §35a EStG (Handwerkerleistungen): 20 % der Lohnkosten, max. 1.200 €/Jahr. Bei Fassadendämmung zusätzlich möglich: §35c EStG (energetische Sanierung): 20 % der Gesamtkosten über 3 Jahre. Wichtig: §35c und BAFA-Förderung nicht kombinierbar.

Fazit: So treffen Sie die richtige Entscheidung

Ein Fassadenanstrich ist keine Luxusausgabe, sondern Substanzschutz. Wer rechtzeitig streichen lässt, verhindert teure Folgeschäden an Putz und Mauerwerk. Die Kosten für ein Einfamilienhaus liegen bei 8.000 bis 17.000 Euro — je nach Zustand und Farbqualität.

Drei Kernempfehlungen:

  • Silikonharzfarbe wählen: Kostet nur wenig mehr als Dispersionsfarbe, hält aber doppelt so lange. Über 30 Jahre die günstigste Lösung.
  • Gewerke bündeln: Fassade, Dach und Fenster gleichzeitig machen spart ein bis zwei Gerüststellungen — das sind 3.000 bis 6.000 Euro.
  • Dämmung prüfen: Wenn der Putz ohnehin erneuert werden muss, ist ein WDVS die wirtschaftlich klügste Entscheidung — mit bis zu 12.000 Euro Förderung.

Alle Preisangaben Stand April 2026. Preise variieren regional und je nach Gebäudezustand. Für eine individuelle Kosteneinschätzung empfehlen wir, mindestens drei Angebote von Fachbetrieben einzuholen.

KPR
Redaktion Kosten-Preise-Ratgeber
Fachredaktion für Bau-, Renovierungs- und Sanierungskosten. Alle Angaben redaktionell geprüft und regelmäßig aktualisiert.