Kostenübersicht: Was kostet ein Carport?

Die Gesamtkosten für einen Carport setzen sich aus Material, Fundament, Montage und ggf. Baugenehmigung zusammen. Übersicht nach Typ und Material:

TypMaterialKosten gesamt (inkl. Montage)
Einzelcarport (3×5 m)Holz2.500–5.000 €
Einzelcarport (3×5 m)Stahl2.000–4.500 €
Einzelcarport (3×5 m)Aluminium3.500–7.000 €
Doppelcarport (6×5 m)Holz4.500–8.000 €
Doppelcarport (6×5 m)Aluminium7.000–15.000 €

Wichtig für die Budgetplanung: Der reine Kaufpreis des Carports macht selten die kompletten Kosten aus. Erst die Summe aus Bausatz oder Maßanfertigung, Fundament, Montage und gegebenenfalls Baugenehmigung ergibt den Endpreis. Als grobe Faustregel gilt: Pro überdachtem Stellplatz sollten Sie für eine solide Holzkonstruktion mit Fundament und Aufbau rund 2.500 bis 5.000 Euro einplanen. Ein zweiter Stellplatz im selben Bauwerk verteuert das Projekt nicht linear, sondern meist nur um 60 bis 80 Prozent — ein Doppelcarport ist also pro Platz günstiger als zwei Einzelcarports.

Die folgende Grafik zeigt, wie sich die Gesamtkosten eines durchschnittlichen Holz-Doppelcarports typischerweise auf die einzelnen Gewerke verteilen. Der größte Posten ist fast immer das Material samt Konstruktion, gefolgt von Fundament und Montage.

Kostenverteilung Holz-Doppelcarport nach Gewerk Kostenverteilung Holz-Doppelcarport Anteil der Gewerke an den Gesamtkosten (Richtwert) Material & Konstruktion — ca. 55 % Fundament — ca. 20 % Montage & Arbeit — ca. 18 % Baugenehmigung & Planung — ca. 7 %
Typische Kostenverteilung eines Holz-Doppelcarports inkl. Fundament und Montage. Richtwerte — die tatsächlichen Anteile schwanken je nach Bodenbeschaffenheit, Region und Ausstattung.

Materialvergleich: Holz, Stahl, Aluminium

Holz

Das beliebteste Carport-Material in Deutschland. Optisch warm, gut in Hausfassaden integrierbar. Benötigt alle 3–5 Jahre Pflege (Holzschutzanstrich, Imprägnierung). Druckimprägniertes Holz ist witterungsbeständiger.

  • Leimbinder-Konstruktion: besonders stabil, weniger Quell/Schwindrisiko
  • Preisgünstiger Einstieg: ab 1.500 Euro für den Bausatz
  • Lebensdauer: 25–40 Jahre bei Pflege

Stahl (verzinkt)

Robust und preiswert. Verzinkter Stahl rostet nicht, benötigt aber gelegentliche Kontrolle der Beschichtung. Optisch eher funktional.

  • Günstigste Option für einfache Carports
  • Lebensdauer: 20–30 Jahre
  • Wenig Wartungsaufwand

Aluminium

Wartungsfrei, leicht, 100 % korrosionsbeständig. Teurer in der Anschaffung, aber langfristig günstigste Unterhaltskosten. Viele Designvarianten verfügbar.

  • Ideal für moderne Architektur
  • Lebensdauer: 30–50 Jahre
  • Keine Pflege erforderlich

Welches Material am Ende das richtige ist, hängt weniger vom Anschaffungspreis ab als von den Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer. Ein Holzcarport ist in der Anschaffung günstig, verursacht aber alle drei bis fünf Jahre Pflegekosten von 100 bis 300 Euro für Lasur und Holzschutz. Ein Aluminiumcarport kostet zwar mehr, bleibt über Jahrzehnte praktisch wartungsfrei. Wer langfristig rechnet, sollte diese Folgekosten unbedingt in die Entscheidung einbeziehen.

Welche Faktoren treiben den Preis?

Zwei Carports der gleichen Größe können sich im Preis um mehrere Tausend Euro unterscheiden. Verantwortlich dafür sind vor allem die folgenden Kostentreiber, die Sie bei jedem Angebot prüfen sollten:

  • Größe und Stellplatzanzahl: Jeder zusätzliche Quadratmeter überdachte Fläche erhöht Material- und Fundamentkosten. Ein Doppelcarport ist pro Stellplatz dennoch günstiger als zwei Einzelbauwerke.
  • Material und Konstruktion: Leimbinder-Holz, verzinkter Stahl oder pulverbeschichtetes Aluminium liegen preislich deutlich auseinander. Maßanfertigungen kosten 20 bis 40 Prozent mehr als Standard-Bausätze.
  • Fundamenttyp: Punktfundamente sind die günstigste Lösung, eine vollflächige Betonplatte kann das Budget um mehrere Tausend Euro belasten.
  • Dacheindeckung: Einfache Polycarbonat- oder Trapezblech-Dächer sind im Standardpreis enthalten, hochwertige Ziegel- oder Gründächer schlagen mit 1.000 bis 4.000 Euro zusätzlich zu Buche.
  • Eigenleistung: Wer den Bausatz selbst aufbaut, spart die Montagekosten von typischerweise 700 bis 1.500 Euro. Fundament und Elektrik sollten dennoch Fachleute übernehmen.
  • Zusatzausstattung: Geräteraum, Abstellkammer, Seitenwandverkleidung, Beleuchtung oder eine Wallbox für das Elektroauto erhöhen den Preis spürbar.
  • Region und Handwerkerauslastung: In Ballungsräumen und zur Hauptbausaison im Frühjahr sind sowohl Material als auch Arbeitsstunden teurer.

Eine ehrliche Kalkulation rechnet immer mit einem Puffer von 10 bis 15 Prozent für Unvorhergesehenes — etwa für einen schwierigen Untergrund, der ein tieferes Fundament erfordert, oder für nachträgliche Wünsche wie eine Regenrinne oder einen zusätzlichen Stromanschluss.

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Fundament: Kosten und Optionen

Das Fundament ist eine der wichtigsten Kostenpositionen und hängt vom Boden und der Carport-Größe ab:

FundamenttypGeeignet fürKosten
Punktfundamente (Betonschrauben)Kleine, leichte Carports300–800 €
Einzelfundamente (Betonpfosten)Standard-Einzelcarport500–1.500 €
StreifenfundamentDoppelcarport, schwerer Boden1.000–2.500 €
Betonplatte (vollflächig)Große Carports, später ggf. Garage2.000–5.000 €
Tipp: Entwässerung einplanen

Das Regenwasser vom Carport-Dach muss abgeleitet werden. Eine Rinne mit Bodenablauf kostet 200–500 Euro extra — ist aber für den Untergrund wichtig.

Baugenehmigung: Was gilt in Ihrem Bundesland?

Carports sind in den meisten Bundesländern bis zu einem bestimmten Brutto-Rauminhalt oder einer bestimmten Grundfläche genehmigungsfrei. Aber es gibt erhebliche Unterschiede:

BundeslandGenehmigungsfrei bis
Bayern75 m³ Brutto-Rauminhalt
Baden-Württemberg40 m³
NRW30 m³ (nicht an der Grenze)
Hamburg30 m²
Brandenburg35 m²

Kosten für eine Baugenehmigung: 100–500 Euro (je nach Gemeinde und Aufwand). Hinzu kommen Kosten für Bauzeichnungen (300–800 Euro beim Architekten oder Bausatzlieferanten). Für einen kompletten Bauantrag mit individueller Planung sollten Sie in Summe mit rund 650 Euro rechnen.

Auch wenn ein Carport genehmigungsfrei ist, bedeutet das nicht, dass keinerlei Regeln gelten. Genehmigungsfrei heißt lediglich, dass kein förmlicher Bauantrag nötig ist — die Vorgaben des Bebauungsplans, die Abstandsflächen und etwaige Gestaltungssatzungen Ihrer Gemeinde müssen Sie trotzdem einhalten. Im Zweifel lohnt sich vor dem Kauf ein kurzer Anruf beim örtlichen Bauamt: Eine unverbindliche Auskunft ist kostenlos und schützt vor teuren Fehlern. Wer einen Carport ohne erforderliche Genehmigung errichtet, riskiert im schlimmsten Fall einen Rückbau auf eigene Kosten.

Grenzabstand nie ignorieren

Auch bei genehmigungsfreien Carports gilt der gesetzliche Grenzabstand — in den meisten Bundesländern 3 m. Ausnahmen: Grenzbebauung mit Einverständnis des Nachbarn (schriftlich!). Ein Carport ohne Genehmigung an der Grenze kann zum Abriss verpflichten.

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Dachoptionen und Kosten

DachmaterialEigenschaftenMehrkosten
Polycarbonat-Platten (klar/opal)Lichtdurchlässig, leicht, preisgünstigStandardpreis
StahltrapezblechRobust, günstig, opak0–200 €
BitumenwellplattenOptisch ansprechend, langlebig200–600 €
Dachziegel / DachschieferMassiv, optisch hochwertig1.000–3.000 €
Gründach (Extensivbegrünung)1.500–4.000 €

Regionale Preisunterschiede in Deutschland

Carport-Preise sind nicht bundesweit einheitlich. Material lässt sich zwar überall ähnlich günstig bestellen, doch die Arbeitskosten für Fundament und Montage hängen stark von der regionalen Handwerkerauslastung ab. In Ballungsräumen wie München, Hamburg oder Frankfurt liegen die Aufbaukosten spürbar über dem Bundesdurchschnitt, während ländliche Regionen im Osten Deutschlands oft am günstigsten bauen.

RegionPreisniveau MontageHolz-Einzelcarport (komplett)
Großstädte (München, Hamburg, Frankfurt)+20 bis +30 %3.500–6.000 €
Westdeutschland (Mittelwert)Bundesdurchschnitt2.800–5.000 €
Süddeutschland (ländlich)± Durchschnitt2.700–4.800 €
Ostdeutschland (ländlich)-10 bis -20 %2.300–4.200 €

Die Spannen sind Richtwerte und verstehen sich inklusive Fundament und Montage. Branchenbeobachtungen zufolge sind die Carport-Baukosten 2025 und 2026 um durchschnittlich 15 bis 20 Prozent gestiegen, getrieben von höheren Material- und Lohnkosten. Es lohnt sich deshalb mehr denn je, mehrere Angebote einzuholen: Preisunterschiede von 20 bis 30 Prozent zwischen Anbietern sind völlig üblich.

Ablauf, Bauzeit und Eigenleistung

Wer den zeitlichen Rahmen kennt, kann sein Projekt besser planen und böse Überraschungen vermeiden. Vom ersten Angebot bis zum fertigen Carport vergehen je nach Genehmigungspflicht und Lieferzeit meist zwei bis acht Wochen. Der eigentliche Aufbau ist deutlich schneller erledigt.

  • Planung und Angebot (1–2 Wochen): Standort, Größe und Material festlegen, Grenzabstände und Bebauungsplan prüfen, mehrere Angebote vergleichen.
  • Baugenehmigung (0–6 Wochen): Entfällt bei genehmigungsfreien Carports. Andernfalls Bauantrag einreichen und Bearbeitung der Behörde abwarten.
  • Fundament (1–3 Tage): Punktfundamente sind schnell gesetzt, eine Betonplatte benötigt zusätzlich Aushärtezeit von mehreren Tagen.
  • Aufbau (1–3 Tage): Ein Bausatz-Einzelcarport ist mit zwei Personen oft an einem Wochenende errichtet, ein Doppelcarport dauert entsprechend länger.

Eigenleistung ist der größte Spar-Hebel beim Carport: Der Selbstaufbau eines Bausatzes spart die kompletten Montagekosten. Realistisch ist das nur für handwerklich erfahrene Heimwerker mit dem nötigen Werkzeug — und auch dann sollten sicherheitsrelevante Arbeiten wie der Stromanschluss oder ein tragfähiges Fundament im Zweifel vom Fachbetrieb kommen. Ein gut vorbereitetes Fundament ist die Grundlage für einen langlebigen Carport; Fehler an dieser Stelle rächen sich später durch Setzungen oder schiefe Pfosten.

Spartipps beim Carport bauen

  • Bausatz statt Massivholz: spart 30–40 % der Materialkosten
  • Selbst aufbauen: für handwerklich erfahrene Heimwerker möglich, spart 1.000–2.000 Euro Montagekosten
  • Punktfundamente statt Betonplatte: spart 500–2.000 Euro
  • Polycarbonat-Dach: günstiger als Ziegel, trotzdem langlebig
  • Mehrere Angebote einholen: Preisunterschiede von 20–30 % sind üblich
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Fazit: So planen Sie Ihren Carport kostensicher

Ein Carport ist eine der günstigsten Möglichkeiten, sein Fahrzeug dauerhaft vor Witterung zu schützen — deutlich preiswerter als eine gemauerte Garage. Die Gesamtkosten liegen je nach Material, Größe und Ausstattung zwischen rund 2.500 Euro für einen einfachen Holz-Einzelcarport und 15.000 Euro für einen hochwertigen Alu-Doppelcarport inklusive Fundament und Montage. Pro überdachtem Stellplatz sollten Sie für eine solide Ausführung etwa 2.500 bis 5.000 Euro einplanen.

Unsere Empfehlung: Holz bleibt das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für die meisten Bauherren, sofern Sie die regelmäßige Pflege nicht scheuen. Wer es wartungsfrei und langlebig will und ein höheres Budget hat, fährt mit Aluminium auf Dauer am günstigsten. Prüfen Sie vor jedem Kauf den Grenzabstand und die Genehmigungspflicht in Ihrem Bundesland, rechnen Sie das Fundament und die Montage von Anfang an mit ein und holen Sie mindestens drei Angebote ein. So vermeiden Sie versteckte Folgekosten und finden den fairsten Preis für Ihr Projekt.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

Gesamtbudget pro Stellplatz: 2.500–5.000 Euro · Fundament separat einplanen (300–2.500 Euro) · Grenzabstand und Genehmigung vorab klären · Eigenleistung spart 700–1.500 Euro Montage · immer mehrere Angebote vergleichen.

Preisangaben recherchiert für 2025/2026; Richtwerte, regional abweichend. Quellen u. a.: aroundhome.de (Carport Preise & Kosten), commerzbank.de (Carport-Bau Ratgeber), garage-und-carport.de, my-hammer.de Preisradar. Stand: April 2026.

Häufige Fragen zum Carport bauen

Was kostet ein Carport?

Ein einfacher Einzelcarport aus Holz kostet 2.500–5.000 Euro inkl. Montage und Fundament. Doppelcarports liegen bei 4.500–10.000 Euro. Hochwertige Alu- oder Stahl-Carports kosten 6.000–15.000 Euro.

Brauche ich für einen Carport eine Baugenehmigung?

In den meisten Bundesländern sind Carports bis 50 m³ Brutto-Rauminhalt oder bis 30–50 m² genehmigungsfrei — aber es gibt erhebliche Unterschiede zwischen den Bundesländern. Grenzabstand (meist 3 m) und Bebauungsplan immer prüfen.

Welches Material ist am besten für einen Carport?

Holz ist die beliebteste Wahl: günstig, optisch ansprechend, aber wartungsintensiv (Anstrich alle 3–5 Jahre). Aluminium ist wartungsfrei und langlebig, aber teurer. Stahl ist robust und preiswert, muss aber vor Rost geschützt werden.

Was kostet ein Carport-Fundament?

Ein Carport-Fundament (Streifenfundament oder Einzelfundamente) kostet 500–2.000 Euro je nach Größe und Bodentyp. Punktfundamente sind günstiger (300–800 Euro), reichen aber nur für leichte Carports.

Kann ich einen Carport selbst bauen?

Ja, Bausatz-Carports sind für Heimwerker geeignet. Ein Holzcarport (Bausatz) kostet 1.500–3.000 Euro für Material. Mit 2 Personen ist er in 2–3 Tagen aufgebaut. Fundament und Elektroinstallation sollten Fachleute übernehmen.

Was kostet ein Doppelcarport?

Ein Doppelcarport (ca. 6 × 6 m, Holz) kostet 4.500–8.000 Euro inkl. Montage. Alu-Doppelcarports liegen bei 7.000–15.000 Euro. Inkl. Fundament und Baugenehmigung kommen 1.000–3.000 Euro hinzu.

Wie lange hält ein Carport aus Holz?

Ein Holzcarport hält bei regelmäßiger Pflege (Anstrich alle 3–5 Jahre, Imprägnierung) 25–40 Jahre. Druckimprägniertes Holz (kesseldruckimprägniert) ist witterungsbeständiger und wartungsärmer.