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Carport bauen Kosten 2026: Preise, Materialien & Baugenehmigung

Ein Carport schuetzt Ihr Fahrzeug vor Witterung und wertet die Immobilie auf. Die Kosten reichen von 2.500 EUR für einen einfachen Holz-Einzelcarport bis über 25.000 EUR für einen Solar-Doppelcarport. Dieser Ratgeber zeigt alle Kostenfaktoren im Detail.

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Kostenübersicht im Überblick

Ein Carport ist die beliebteste und kostenguenstigste Möglichkeit, Fahrzeuge vor Regen, Hagel, Schnee und UV-Strahlung zu schuetzen. Im Vergleich zur Garage ist ein Carport nicht nur deutlich guenstiger, sondern auch schneller errichtet und in vielen Faellen genehmigungsfrei. Die offene Bauweise sorgt zudem für eine bessere Belüftung des Fahrzeugs, was Rostbildung vorbeugt.

Die Gesamtkosten eines Carports setzen sich aus der Konstruktion, dem Fundament, der Dacheindeckung und optionalen Extras wie Seitenwaenden, Beleuchtung oder einem Abstellraum zusammen. Je nach Groesse, Material und Ausstattung variieren die Kosten erheblich.

Carport Kosten 2026 – Gesamtübersicht nach Typ und Material
Carport-TypHolzStahlAluminium
Einzelcarport (ca. 15 m²)2.500–5.000 EUR4.000–7.000 EUR5.000–8.000 EUR
Doppelcarport (ca. 30 m²)5.000–9.000 EUR7.000–12.000 EUR9.000–15.000 EUR
Carport mit Abstellraum6.000–12.000 EUR9.000–15.000 EUR11.000–18.000 EUR
Solar-Carport (Doppel)15.000–22.000 EUR18.000–28.000 EUR

Alle Preise verstehen sich inklusive Fundament, Konstruktion, Dacheindeckung und Montage. Extras wie Seitenverkleidungen, Rinnen und Beleuchtung sind nicht enthalten und können 500 bis 3.000 EUR zusaetzlich kosten. In Oesterreich liegen die Preise 5 bis 10 % hoeher, in der Schweiz 40 bis 60 % über den deutschen Werten.

Materialien: Holz, Stahl und Aluminium

Das Tragwerkmaterial bestimmt massgeblich die Optik, die Haltbarkeit, den Pflegeaufwand und den Preis des Carports. Jedes Material hat spezifische Stärken und Schwaechen, die bei der Auswahl beruecksichtigt werden sollten.

Holz-Carport

Holz ist das mit Abstand beliebteste Material für Carports in Deutschland. Die natürliche Optik fuegt sich harmonisch in Gaerten und Wohnumgebungen ein. Für Carports wird typischerweise Konstruktionsvollholz (KVH) aus Fichte oder Kiefer verwendet, seltener Laerche oder Douglasie.

Ein Holz-Carport-Bausatz für einen Einzelstellplatz kostet zwischen 800 und 2.500 EUR (nur Material). Mit Fundament, Dacheindeckung und Montage liegen die Gesamtkosten bei 2.500 bis 5.000 EUR. Doppelcarports kosten als Bausatz 1.500 bis 4.500 EUR, komplett 5.000 bis 9.000 EUR.

Holz erfordert regelmäßige Pflege: Alle 2 bis 3 Jahre sollte eine Lasur oder ein Holzschutzmittel aufgetragen werden. Die Kosten dafuer betragen 100 bis 300 EUR bei Eigenleistung oder 400 bis 800 EUR durch einen Maler. Die Lebensdauer eines gut gepflegten Holzcarports betraegt 20 bis 30 Jahre.

Leimholz-Carports (BSH – Brettschichtholz) sind formstabiler und ermöglichen größere Spannweiten. Sie sind 30 bis 50 % teurer als KVH-Konstruktionen, bieten aber eine elegantere Optik und laengere Haltbarkeit.

Stahl-Carport

Stahl bietet die hoechste Tragfaehigkeit und ermöglicht schlanke, filigrane Konstruktionen. Stahlcarports sind besonders bei modernen Gebäuden beliebt und eignen sich hervorragend als Traeger für Photovoltaik-Module, da sie hohe Dachlasten aufnehmen können.

Die Materialkosten für einen Stahl-Einzelcarport liegen bei 2.000 bis 4.500 EUR, inklusive Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung. Feuerverzinkter Stahl ist nahezu wartungsfrei und haelt 40 bis 50 Jahre. Die Gesamtkosten inklusive Fundament und Montage betragen 4.000 bis 7.000 EUR für einen Einzelcarport.

Ein Nachteil von Stahl ist das hoehere Gewicht, das stabile Fundamente erfordert. Außerdem ist die Montage aufwendiger und erfordert Schweisskenntnisse oder spezielle Verbindungstechnik – Eigenleistung ist daher nur eingeschraenkt möglich.

Aluminium-Carport

Aluminium vereint die Vorteile von Stahl (Stabilitaet, schlanke Profile) mit Gewichtsersparnis und absoluter Korrosionsfreiheit. Aluminium-Carports benoetigen keinerlei Wartung, kein Streichen, kein Oelen – über die gesamte Lebensdauer von 40 bis 50 Jahren.

Der Preis ist allerdings der hoechste: Ein Aluminium-Einzelcarport kostet 5.000 bis 8.000 EUR komplett, ein Doppelcarport 9.000 bis 15.000 EUR. Die Materialkosten allein liegen 40 bis 60 % über Stahl. Dafuer entfallen saemtliche Folgekosten für Pflege und Instandhaltung.

Aluminium-Carports werden in der Regel als Komplettsystem vom Hersteller geliefert und montiert. Die Montage dauert 1 bis 2 Tage für einen Doppelcarport. Namhafte Hersteller bieten Garantiezeiten von 10 bis 15 Jahren.

Einzelcarport vs. Doppelcarport

Die Groesse des Carports richtet sich nach der Anzahl der Stellplaetze und den gewuenschten Zusatzfunktionen. Die Standardmasse orientieren sich an den Abmessungen gaengiger Fahrzeuge plus ausreichend Bewegungsfreiheit.

Einzelcarport

Ein Einzelcarport für einen PKW hat typische Masse von 3,00 x 5,00 m bis 3,50 x 6,00 m (Breite x Tiefe). Die Mindestdurchfahrtshoehe betraegt 2,10 m, empfohlen werden 2,20 bis 2,50 m, damit auch hoehere SUVs problemlos einfahren können.

Kosten: 2.500 bis 8.000 EUR je nach Material und Ausstattung. Ein Einzelcarport reicht für Haushalte mit einem Fahrzeug oder als Ergaenzung zu einer vorhandenen Garage.

Doppelcarport

Ein Doppelcarport bietet Platz für zwei Fahrzeuge nebeneinander und misst typischerweise 6,00 x 5,00 m bis 6,50 x 6,00 m. Alternativ gibt es Tandem-Carports, bei denen die Fahrzeuge hintereinander stehen (3,00 x 10,00 m) – diese sind guenstiger, aber weniger komfortabel.

Kosten: 5.000 bis 15.000 EUR. Der Doppelcarport kostet nicht einfach das Doppelte eines Einzelcarports, da Fundament, Dach und viele Komponenten effizienter skalieren. Typischerweise liegt der Aufpreis bei 60 bis 80 % gegenueber dem Einzelcarport.

Carport mit Abstellraum

Eine beliebte Erweiterung ist ein integrierter oder angebauter Abstellraum für Fahrraeder, Gartengeraete oder Muelltonnen. Ein Abstellraum von 6 bis 10 m² kostet zusaetzlich 1.500 bis 4.000 EUR. Der Abstellraum wird in der Regel mit einer Wand und einer Tür versehen und kann abschliessbar gestaltet werden.

Wichtig: Ein geschlossener Abstellraum kann die Baugenehmigungspflicht ausloesen, auch wenn der offene Carport selbst genehmigungsfrei waere. Informieren Sie sich vorab beim Bauamt.

Fundament: Typen und Kosten

Das Fundament ist die Basis jedes Carports und muss die Konstruktion sicher im Boden verankern. Die Wahl des Fundamenttyps haengt von der Bodenklasse, der Carportgroesse und dem Material ab. Ein unterdimensioniertes Fundament kann bei Sturm fatale Folgen haben.

Punktfundamente

Die gaengigste und guenstigste Loesung für Carports. An jedem Pfostenpunkt wird ein Betonfundament von circa 30 x 30 x 80 cm gegossen. Für einen Einzelcarport werden 4 bis 6, für einen Doppelcarport 6 bis 8 Punktfundamente benoetigt.

Kosten pro Fundament: 50 bis 100 EUR (Material und Aushub). Für einen Einzelcarport: 300 bis 600 EUR, für einen Doppelcarport: 400 bis 800 EUR. Bei Eigenleistung reduzieren sich die Kosten auf 150 bis 300 EUR (nur Material).

Streifenfundamente

Streifenfundamente verlaufen als durchgehende Betonstreifen unter den Pfostenreihen. Sie sind stabiler als Punktfundamente und empfehlenswert bei weichem Boden oder schweren Konstruktionen (Stahl, Solar-Carport).

Kosten: 800 bis 1.500 EUR für einen Einzelcarport, 1.200 bis 2.500 EUR für einen Doppelcarport. Die Streifenfundamente sind 30 bis 40 cm breit und 60 bis 80 cm tief.

Bodenplatte

Eine durchgehende Betonplatte als Fundament und Stellflaeche ist die teuerste, aber auch komfortabelste Loesung. Sie bietet eine ebene, saubere Stellflaeche und verhindert Unkrautwuchs unter dem Carport.

Kosten: 1.500 bis 4.000 EUR je nach Groesse (80–120 EUR/m² für eine 15 bis 30 cm dicke Betonplatte mit Bewehrung). Viele Bauherren kombinieren die Bodenplatte mit einer Pflasterflaeche (zusaetzlich 30–60 EUR/m²).

H-Anker und Pfostentraeger

Für Holzcarports werden die Pfosten nicht direkt im Beton einbetoniert, sondern mit H-Ankern oder Pfostentraegern auf den Fundamenten befestigt. Dies schuetzt das Holz vor aufsteigender Feuchtigkeit und erleichtert den spaeeteren Austausch einzelner Pfosten. H-Anker kosten 10 bis 25 EUR pro Stueck.

Dachformen und Dacheindeckung

Die Dachform bestimmt die Optik, die Wasserabfuehrung und die Schneelastkapazitaet des Carports. Die häufigsten Dachformen sind Flachdach, Pultdach und Satteldach.

Flachdach

Das Flachdach ist die guenstigste und am weitesten verbreitete Dachform für Carports. Es hat ein leichtes Gefaelle von 2 bis 5 Grad für den Wasserablauf. Die schlichte Optik passt zu modernen Gebäuden. Eindeckung typischerweise mit EPDM-Folie, Bitumenbahnen oder Doppelstegplatten aus Polycarbonat.

Kosten der Dacheindeckung: EPDM-Folie 15–30 EUR/m², Bitumenbahnen 20–35 EUR/m², Doppelstegplatten (Polycarbonat, 16 mm) 25–45 EUR/m², Wellplatten 15–25 EUR/m².

Pultdach

Das Pultdach hat eine einseitige Neigung von 5 bis 15 Grad. Es bietet eine etwas hoehere Einfahrt auf der tieferen Seite und eine bessere Wasserabfuehrung als das Flachdach. Die Dachneigung kann genutzt werden, um Regenwasser gezielt in eine Regenrinne zu leiten.

Die Mehrkosten gegenueber dem Flachdach betragen 200 bis 600 EUR, da die Konstruktion asymmetrisch ist. Die Eindeckung erfolgt mit den gleichen Materialien wie beim Flachdach oder mit Trapezblechen (20–40 EUR/m²).

Satteldach

Das Satteldach ist die aufwendigste, aber auch optisch ansprechendste Dachform. Es harmoniert besonders gut mit traditionellen Gebäuden und bietet eine hohe Schneelastkapazitaet. Die Dachneigung liegt typischerweise bei 15 bis 30 Grad.

Mehrkosten gegenueber Flachdach: 800 bis 2.500 EUR, da eine Firstkonstruktion und eine aufwendigere Eindeckung noetig sind. Satteldächer werden häufig mit Dachziegeln oder Dachsteinen eingedeckt (40–80 EUR/m²), um sie optisch an das Hausdach anzupassen.

Dachrinne und Regenwasser

Eine Dachrinne mit Fallrohr sollte bei jedem Carport eingeplant werden. Kosten: 150 bis 400 EUR für eine Kunststoff-Dachrinne, 300 bis 700 EUR für Zink oder Kupfer. Optional kann das Regenwasser in eine Regentonne (50–200 EUR) oder eine unterirdische Zisterne (1.500–4.000 EUR) geleitet werden.

Solar-Carport mit Photovoltaik

Der Solar-Carport verbindet Fahrzeugschutz mit Stromerzeugung und ist besonders für Besitzer von Elektrofahrzeugen attraktiv. Die Dachflaeche eines Doppelcarports bietet Platz für 10 bis 16 Solarmodule mit einer Leistung von 4 bis 6 kWp.

Kosten eines Solar-Carports

Die Kosten setzen sich zusammen aus der Carport-Konstruktion (muss statisch für die Modullasten ausgelegt sein) und der PV-Anlage selbst. Ein Solar-Doppelcarport kostet komplett 12.000 bis 25.000 EUR, wobei die PV-Anlage (Module, Wechselrichter, Verkabelung) etwa 5.000 bis 10.000 EUR davon ausmacht.

Die Konstruktion muss stärker dimensioniert sein als bei einem normalen Carport, da die Module zusaetzliches Gewicht (15–20 kg/m²) und Windlasten einbringen. Stahl- oder Aluminium-Konstruktionen sind für Solar-Carports besser geeignet als Holz.

Wirtschaftlichkeit und Amortisation

Eine 5-kWp-Anlage auf dem Carport erzeugt in Deutschland circa 4.500 bis 5.500 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Eigenverbrauchsanteil von 30 bis 50 % und einem Strompreis von 35 bis 40 Cent/kWh sparen Sie jaehrlich 500 bis 1.100 EUR. Die Einspeiseverguetung für ueberschuessigen Strom liegt aktuell bei circa 8 Cent/kWh.

Wenn Sie ein Elektrofahrzeug besitzen und den Solarstrom direkt zum Laden nutzen, steigt der Eigenverbrauch auf 50 bis 70 %, und die jaehrliche Ersparnis erhoeht sich auf 800 bis 1.500 EUR. Die Amortisationszeit liegt dann bei 8 bis 14 Jahren – bei steigenden Strompreisen möglicherweise noch kuerzer.

Eine Wallbox für das E-Auto laesst sich ideal mit dem Solar-Carport kombinieren. Die Kosten für eine Wallbox (11 kW) betragen 500 bis 1.500 EUR inklusive Installation.

Förderung für Solar-Carports

Solar-Carports können von verschiedenen Förderprogrammen profitieren: Die KfW fördert PV-Anlagen über guenstige Kredite. Viele Bundeslaender und Kommunen bieten zusaetzliche Zueschuesse für Solaranlagen und Wallboxen. Informieren Sie sich bei Ihrer Kommune über lokale Förderprogramme.

Baugenehmigung: Regeln nach Bundesland

Die Baugenehmigungsregelungen für Carports unterscheiden sich in Deutschland von Bundesland zu Bundesland erheblich. In den meisten Laendern sind Carports bis zu einer bestimmten Groesse verfahrensfrei (genehmigungsfrei), müssen aber dennoch die Bauordnung einhalten – insbesondere Grenzabstaende, Bebauungsplan und Statik.

Übersicht nach Bundeslaendern (Stand 2026)

Bayern: Carports bis 50 m² Grundflaeche und 3 m mittlerer Wandhoehe sind verfahrensfrei. Grenzabstand: mindestens 3 m, in Grenzbauweise (direkt auf der Grenze) bis 9 m Laenge möglich.

Nordrhein-Westfalen: Verfahrensfrei bis 30 m² Grundflaeche. An der Grenze bis 9 m Gesamtlaenge und 3 m Hoehe möglich.

Baden-Wuerttemberg: Verfahrensfrei bis 30 m². An Nachbargrenzen gelten besondere Regelungen nach der Landesbauordnung.

Niedersachsen: Verfahrensfrei bis 30 m². Grenzabstand 3 m oder Grenzbauweise bei Zustimmung des Nachbarn.

Hessen: Verfahrensfrei bis 30 m². Einschraenkungen gelten in Gebieten mit Bebauungsplan.

Sachsen: Verfahrensfrei bis 50 m². Eines der grosszuegigsten Bundeslaender.

Oesterreich und Schweiz

In Oesterreich regeln die Bauordnungen der neun Bundeslaender die Genehmigungspflicht. In den meisten Laendern sind Carports bis 50 m² bewilligungsfrei, müssen aber angezeigt werden. In der Schweiz gelten kantonale Regelungen; in vielen Kantonen sind Carports bis 40 m² baubewilligungsfrei.

Was auch ohne Genehmigung gilt

Auch genehmigungsfreie Carports müssen folgende Anforderungen erfuellen: Einhaltung der Grenzabstaende laut Landesbauordnung, Konformitaet mit dem Bebauungsplan (Baulinien, Baugrenzen), ausreichende Statik für Wind- und Schneelasten, Brandschutzvorschriften (Mindestabstand zu Nachbargebäuden). Ein Verstoss kann zum Rueckbau fuehren, auch wenn keine Genehmigung erforderlich war.

Carport vs. Garage im Vergleich

Die Entscheidung zwischen Carport und Garage haengt von verschiedenen Faktoren ab. Beide Optionen haben deutliche Vor- und Nachteile, die über den reinen Preis hinausgehen.

Carport vs. Garage – Kostenvergleich und Eigenschaften
KriteriumCarportGarage
Kosten (Einzelstellplatz)2.500–8.000 EUR15.000–30.000 EUR
Kosten (Doppelstellplatz)5.000–15.000 EUR25.000–50.000 EUR
Bauzeit1–3 Tage2–6 Wochen
BaugenehmigungOft nicht erforderlichFast immer erforderlich
WitterungsschutzGut (Regen, Schnee, Sonne)Sehr gut (rundum geschuetzt)
DiebstahlschutzGeringHoch (abschliessbar)
BelüftungSehr gut (offen)Maessig (Lueftung noetig)
StauraumGeringHoch (Regale, Werkbank)
PflegeaufwandGering bis mittelGering
Wertsteigerung ImmobilieMittelHoch

Ein guter Kompromiss kann ein Carport mit geschlossener Rueckwand und Seitenwand sein. Dies bietet besseren Schutz als ein offener Carport, bleibt aber deutlich guenstiger als eine Garage. Die Zusatzkosten für Seitenverkleidungen betragen 500 bis 2.000 EUR pro Seite.

Eigenleistung und Bausaetze

Viele Holzcarports werden als Bausaetze angeboten, die speziell für den Selbstaufbau konzipiert sind. Alle Bauteile sind vorgefertigt, nummeriert und werden mit einer detaillierten Bauanleitung geliefert. Die Ersparnis durch Eigenleistung betraegt 1.000 bis 3.000 EUR gegenueber der Profi-Montage.

Bausatz-Preise

Holz-Carport-Bausaetze für Einzelstellplaetze beginnen bei 800 EUR für einfache Modelle und reichen bis 3.500 EUR für hochwertige Leimholz-Konstruktionen mit Satteldach. Doppelcarport-Bausaetze kosten 1.500 bis 5.500 EUR. In diesen Preisen ist die Dacheindeckung oft nicht enthalten – rechnen Sie mit 300 bis 1.500 EUR zusaetzlich.

Selbstaufbau: Was Sie brauchen

Für den Aufbau benoetigen Sie: Mindestens 2 Helfer, einen Tag Zeit (für den Aufbau, das Fundament benoetigt 1 bis 2 Tage Vorlauf), Standardwerkzeug (Bohrmaschine, Schraubenschluessel, Wasserwaage, Leiter), und für das Fundament eine Betonmischmaschine oder Fertigbeton.

Die häufigsten Fehler beim Selbstaufbau: Ungenau gesetzte Fundamente (fuehrt zu schiefem Carport), falsches Gefaelle des Dachs (Staunaesse), unzureichende Verankerung (Sturmgefahr) und fehlender Holzschutz bei Bodenkontakt (vorzeitige Faeulung).

Wann der Profi ran sollte

Stahl- und Aluminium-Carports erfordern für den Aufbau Spezialwerkzeug und Fachkenntnisse. Die Montage durch den Hersteller ist hier Standard und im Kaufpreis oft enthalten. Auch bei Solar-Carports sollte zumindest die Elektroinstallation vom Fachbetrieb ausgefuehrt werden, da der Anschluss ans Hausnetz und die Anmeldung beim Netzbetreiber ein Elektrikermeister-Betrieb erfordert.

Planungscheckliste für den Carportbau

  • Standort waehlen: Nahe am Hauseingang, gute Zufahrt, Himmelsrichtung beachten (Suedausrichtung für Solar).
  • Masse festlegen: Fahrzeuggroesse plus mindestens 50 cm Puffer pro Seite. An zukuenftige Fahrzeuge denken (SUV, E-Auto).
  • Bauordnung pruefen: Bebauungsplan einsehen, Grenzabstaende klaeren, Genehmigungspflicht beim Bauamt erfragen.
  • Nachbarn informieren: Auch wenn keine Genehmigung noetig ist – gute Nachbarschaft verhindert Konflikte. Bei Grenzbauweise ist oft die Zustimmung des Nachbarn erforderlich.
  • Bodenbeschaffenheit pruefen: Tragfaehigkeit des Bodens bestimmt den Fundamenttyp. Bei Hanglagen oder ehemaligen Auffuellungen besondere Vorsicht.
  • Wind- und Schneelast beruecksichtigen: Schneelastzonen und Windlastzonen bestimmen die Dimensionierung der Konstruktion. In Alpenregionen gelten hoehere Anforderungen.
  • Versorgungsleitungen orten: Vor dem Graben für Fundamente alle erdverlegten Leitungen lokalisieren lassen.
  • Material und Dachform waehlen: Abstimmung auf das Wohnhaus für eine harmonische Gesamtoptik.
  • Angebote vergleichen: Mindestens drei Angebote einholen. Auf enthaltene Leistungen achten (Fundament, Dach, Rinne, Montage).
  • Extras einplanen: Beleuchtung, Steckdosen für E-Auto-Wallbox, Dachrinne mit Regenwassernutzung.

Häufige Fragen

Was kostet ein Carport komplett?

Ein Einzelcarport kostet komplett mit Fundament und Montage 2.500 bis 8.000 EUR, ein Doppelcarport 5.000 bis 15.000 EUR. Holz ist am guenstigsten, Aluminium am teuersten. Solar-Doppelcarports mit PV-Anlage kosten 12.000 bis 25.000 EUR.

Brauche ich eine Baugenehmigung für einen Carport?

In den meisten Bundeslaendern ist ein Carport bis zu einer bestimmten Groesse genehmigungsfrei (oft 30–50 m²). Die Regelungen variieren stark je nach Bundesland. Auch ohne Genehmigung müssen Grenzabstaende und Bebauungsplan eingehalten werden. Erkundigen Sie sich beim oertlichen Bauamt.

Welches Material ist am besten für einen Carport?

Holz ist am guenstigsten und natürlichsten, erfordert aber Pflege. Stahl bietet maximale Stabilitaet für Solar-Carports. Aluminium ist wartungsfrei und langlebig, aber am teuersten. Die Wahl haengt von Budget, Optik und Pflegebereitschaft ab.

Was kostet ein Solar-Carport?

Ein Solar-Doppelcarport mit 4 bis 6 kWp PV-Leistung kostet 12.000 bis 25.000 EUR. Die jaehrliche Stromersparnis liegt bei 500 bis 1.500 EUR, besonders hoch bei E-Auto-Besitzern. Die Amortisation erfolgt in 8 bis 14 Jahren.

Kann ich einen Carport selbst aufbauen?

Holz-Bausaetze sind speziell für Eigenleistung konzipiert. Sie sparen 1.000 bis 3.000 EUR. Für das Fundament und den Aufbau benoetigen Sie 2 bis 3 Tage und mindestens 2 Helfer. Stahl- und Alu-Carports werden meist vom Hersteller montiert.

Was kostet das Fundament für einen Carport?

Punktfundamente sind mit 300 bis 800 EUR die guenstigste Loesung. Streifenfundamente kosten 800 bis 2.500 EUR, eine durchgehende Bodenplatte 1.500 bis 4.000 EUR. Punktfundamente genuegen für die meisten Holz- und Alu-Carports.

Carport oder Garage – was ist guenstiger?

Ein Carport ist mit 2.500 bis 15.000 EUR deutlich guenstiger als eine Garage (15.000–50.000 EUR). Die Garage bietet dafuer besseren Schutz, mehr Stauraum und hoehere Sicherheit. Ein Kompromiss ist ein Carport mit teilweiser Seitenverkleidung.

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KPR
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