Mobilfunk-Tarif Vergleich 2026: Allnet-Flat, 5G und Discounter im Direktvergleich

Wer 2026 noch im 24-Monats-Vertrag aus 2022 steckt, zahlt im Schnitt 12 bis 32 Euro mehr pro Monat als nötig. In Berlin, Hamburg, München, Köln, Stuttgart und Wien ist 5G inzwischen flächendeckend – und schon Discount-Tarife wie Aldi Talk und Congstar bieten 5G-Zugang ab 9,99 Euro pro Monat.

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Mobilfunk-Preise 2026: Was Haushalte wirklich zahlen

Vier Faktoren bestimmen 2026 den Mobilfunk-Preis: das gewählte Netz (Telekom, Vodafone, O2), die Tarif-Familie (Discount, Marken-Standard, Premium), das gebuchte Datenvolumen und die Vertragslaufzeit. Der fünfte Faktor – Bonus-Programm – lässt die anderen vier kollabieren: Wer 2026 über Check24 wechselt, bekommt bei den Markenanbietern oft 100 bis 250 Euro Sofortbonus, der über 24 Monate verteilt den Effektivpreis um 4 bis 10 Euro pro Monat senkt.

Wir nehmen für den folgenden Vergleich den durchschnittlichen Privatkunden-Bedarf 2026: Allnet-Flat (Telefonie und SMS unbegrenzt), 20 bis 30 GB monatliches Datenvolumen, 5G-Zugang in Stadtgebieten. Wer als Vielnutzer Streaming, Tethering und Cloud-Backup über LTE/5G abwickelt, sollte mindestens 50 GB ansetzen. Wer als Wenig-Nutzer fast nur per WLAN surft, kommt mit 5 bis 10 GB aus.

Stimme aus der Praxis: „Wir messen seit 2018 jährlich die deutschen Mobilfunknetze in Berlin, München und Köln. Der Abstand zwischen Telekom und O2 ist 2025 erstmals unter 100 Punkte gefallen, weil O2 in den Stadtgebieten massiv ausgebaut hat. Für Discount-Kunden im O2-Netz ist das die beste Nachricht der Dekade: Top-Empfang zu Discount-Preisen.“ — Hannes Rommer, Leiter Connect-Mobilfunktest, Augsburg.

Kosten-Schätzer (kommt in Kürze): Geben Sie Datenvolumen, Vertragslaufzeit und Anzahl SIM-Karten an – wir berechnen die Jahres-Spanne live. Modul wird nach Cookie-Zustimmung aktiviert.

Bundesweite Preisspannen Mai 2026

Tarif-FamilieDatenvolumenPreis pro MonatEffektivpreis (24 Mon., inkl. Boni)
Discount Präpaid5–15 GB5–12 EUR5–10 EUR
Discount Allnet15–30 GB10–18 EUR9–15 EUR
Marken-Standard30–60 GB25–45 EUR18–35 EUR
Premium 5Gunlimitiert50–80 EUR40–70 EUR
Familien-Pakete (4 SIM)4 x 30 GB60–95 EUR50–80 EUR

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Anbieter-Landschaft 2026

Die drei deutschen Mobilfunknetze

Telekom (D1): 950 von 1.000 Punkten im Connect-Test 11/2025 – bestes Netz, besonders auf dem Land und im ICE. Anbieter: Telekom selbst, Congstar (Discount-Marke), zahlreiche Provider. Empfehlung: für Vielnutzer mit hoher Reise-Aktivität erste Wahl.

Vodafone (D2): 920 Punkte, fast gleichauf mit Telekom, traditionell stark in Stadtgebieten. Anbieter: Vodafone selbst, Aldi Talk, Otelo. Aldi Talk ist 2026 der Preis-Sieger im Discount-Segment laut Stiftung Warentest 5/2025.

O2 (E2): 880 Punkte, in Stadtgebieten massiv ausgebaut, auf dem Land mit Lücken. Anbieter: O2 (Telefonica), 1und1, Drillisch-Marken (Smartmobil, Maxxim, Winsim). 1und1 nutzt 2026 zusätzlich das eigene 5G-Netz mit aggressiver Stadt-Coverage.

Tarif-Familien 2026

Präpaid und Discount: Aldi Talk, Lidl Connect, Congstar Präpaid, Lebara – 5 bis 15 Euro pro Monat, ohne Mindestlaufzeit, ohne Vertrag. Sinnvoll für Wenig-Nutzer, Kinder oder als Zweit-SIM.

Allnet-Flat-Discount: 1und1 Allnet Start, Smartmobil, Maxxim – 10 bis 18 Euro pro Monat, 12 Monate Mindestlaufzeit, oft mit 5G. Sweet-Spot für den durchschnittlichen Privatkunden 2026.

Marken-Standard: Telekom MagentaMobil, Vodafone GigaMobil, O2 Free – 25 bis 45 Euro pro Monat, 24 Monate Vertrag, 30 bis 60 GB inklusive. Hohe Service-Qualität, Filialnetz, Auslands-Pakete einfach buchbar.

Premium 5G und Unlimitiert: Telekom MagentaMobil XL, Vodafone Black, O2 Unlimited – 50 bis 80 Euro pro Monat, unlimitiertes Datenvolumen, 5G-Zugang. Sinnvoll als DSL-Ersatz oder für Tethering-Power-User.

Familien-Pakete: Telekom MagentaEINS, Vodafone Family, O2 Family – 4 SIM-Karten plus Internet als Bundle. Spar-Effekt 15 bis 25 Prozent gegenüber Einzeltarifen.

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Wechsel-Anleitung: In fünf Schritten zum besseren Tarif

  1. Bedarf ermitteln (1 Minute) Letzte Mobilfunkrechnung prüfen. Datenvolumen-Bedarf realistisch einschätzen: Mehr als 80 Prozent der Nutzer kommen mit 15 bis 30 GB aus.
  2. Vergleichsrechner nutzen (3 Minuten) Filter setzen: gewünschtes Netz (Telekom, Vodafone, O2), Datenvolumen, Vertragslaufzeit. Top 5 Treffer vergleichen.
  3. Tarif wählen (3 Minuten) Tarif anklicken, Daten eintragen, Bankverbindung ergänzen. Bei Rufnummer-Mitnahme: alte Rufnummer und alter Anbieter angeben.
  4. Online beauftragen (1 Minute) Vertrag prüfen, Widerrufsbelehrung lesen, abschicken. Sie erhalten innerhalb von 1 bis 5 Werktagen die neue SIM oder eSIM-Aktivierung.
  5. Rufnummer-Portierung (1–5 Werktage) Der neue Anbieter koordiniert die Portierung. Die alte SIM funktioniert noch, die neue ist bereits aktiviert. Portierungs-Kosten max. 5,46 Euro (gesetzlich gedeckelt).

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Spar-Strategien und 5G-Optionen

5G 2026: Lohnt sich der Aufpreis?

5G ist 2026 in den DACH-Stadtgebieten flächendeckend – in Berlin, Hamburg, München, Köln, Stuttgart, Wien und Zürich erreichen alle drei deutschen Netze mehr als 95 Prozent Stadtabdeckung. In ländlichen Regionen ist 5G 2026 noch zu rund 60 Prozent verfügbar.

Mehrkosten: 5 bis 10 Euro pro Monat im Vergleich zu 4G. Vorteil: bis zu 1 GBit/s Geschwindigkeit, niedrigere Latenz (10 bis 15 ms statt 30 bis 50 ms), besseres Indoor-Empfang. Sinnvoll für Vielnutzer mit Streaming, Cloud-Backup und Tethering.

5 Spartipps für den Mobilfunk-Wechsel

Datenvolumen realistisch wählen. Mehr als 80 Prozent der Nutzer kommen mit 15 bis 30 GB aus. Check24 zeigt das tatsächliche Sparpotenzial beim Herunterstupfen des Volumens direkt an.

Präpaid statt Vertrag bei Wenig-Nutzern. Aldi Talk, Lidl Connect oder Congstar Präpaid kosten 5 bis 12 Euro pro Monat – kein Vertrag, keine Mindestlaufzeit, sofort kündbar.

Familien-Bundle prüfen, aber kritisch. 4 SIM-Karten plus Internet kosten 50 bis 80 Euro pro Monat. Vergleichen Sie mit 4 Einzeltarifen plus eigenem Internet: Internet-Tarif Vergleich kann den Bundle-Vorteil entwerten.

Sofortbonus über Vergleichsportal mitnehmen. Marken-Tarife mit 100 bis 250 Euro Sofortbonus reduzieren den Effektivpreis um 4 bis 10 Euro pro Monat – ohne Bonus zahlen Sie über 24 Monate 96 bis 240 Euro mehr.

Jährlich neu vergleichen. Setzen Sie sich nach 22 Monaten eine Erinnerung. Wer als Familie spart, prüft auch Stromanbieter und Gasanbieter – dort liegt der Jahres-Hebel oft bei 500 bis 800 Euro.

Bis zu 384 Euro im Jahr sparen

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Nutzungsprofile und Tarif-Budget

Der beste Mobilfunk-Tarif entsteht aus realem Datenverbrauch, Netzbedarf und Wechselbereitschaft. Wer nur den größten 5G-Tarif bucht, zahlt oft für Reserven, die nie genutzt werden.

NutzungsprofilSinnvolles DatenvolumenRealistisches MonatsbudgetPassende Tarifart
Wenig-Nutzer mit WLAN zu Hause5-10 GB5-10 EURPrepaid oder Discounter-Allnet
Pendler mit Musik, Navigation und Messenger15-30 GB10-18 EUR5G-Discounter im passenden Netz
Homeoffice-Hotspot und Vielstreaming40-80 GB20-35 EURNetzbetreiber oder Premium-Discounter
Familie mit mehreren SIM-Karten20-40 GB je Karte35-70 EUR gesamtFamily-Bundle nur gegen Einzeltarife gegenrechnen
  • Datenverbrauch im Handy prüfen: iOS und Android zeigen die letzten Abrechnungszeiträume direkt in den Einstellungen.
  • Netz vor Laufzeit testen: Eine Prepaid-Karte im Wunsch-Netz verhindert zwei Jahre schlechten Empfang.
  • Gerätefinanzierung herausrechnen: Smartphone-Raten getrennt vom Tarif bewerten.
  • Familien-Bundle mit Einzeltarifen vergleichen: Vier günstige SIMs sind oft flexibler als ein großes Paket.

Netzwahl in der Praxis: So finden Sie das passende Netz

Testergebnisse sind eine gute Orientierung, aber sie beantworten nicht die Frage, die im Alltag zählt: Wie gut ist der Empfang an den Orten, an denen Sie sich tatsächlich aufhalten? Ein Netz, das im bundesweiten Mittel glänzt, kann in Ihrem Wohnzimmer, im Bürokeller oder auf Ihrer Pendelstrecke schwach sein. Prüfen Sie deshalb vor dem Wechsel drei Orte: Zuhause, Arbeitsplatz und den täglichen Weg dazwischen. Die Netzabdeckungskarten der Anbieter helfen bei der Vorauswahl, sind aber Modellrechnungen und keine Garantie. Zuverlässiger ist der Praxistest: Fragen Sie Nachbarn und Kollegen nach ihren Erfahrungen – oder testen Sie das Wunschnetz einige Wochen mit einer günstigen Prepaid-Karte, bevor Sie einen längeren Vertrag eingehen.

Auch die Bausubstanz spielt eine Rolle: Stahlbeton, moderne Wärmeschutzverglasung und Kellerräume dämpfen den Empfang spürbar. Wer drinnen häufig Funklöcher erlebt, sollte auf Tarife mit WLAN-Call achten – damit laufen Gespräche über das heimische WLAN, unabhängig vom Mobilfunkempfang im Gebäude. Vielpendler und Bahnfahrer wählen dagegen das Netz, das entlang ihrer Strecke am dichtesten ausgebaut ist.

Prepaid oder Laufzeitvertrag: Die Entscheidungslogik

Die Wahl zwischen Prepaid und Laufzeitvertrag ist weniger eine Preisfrage als eine Frage der Lebenssituation. Prepaid bedeutet volle Kostenkontrolle: Es kann nur ausgegeben werden, was vorher aufgeladen wurde. Das macht Prepaid zur ersten Wahl für Kinder und Jugendliche, für Zweitgeräte und für alle, die sich nicht binden wollen. Auch wer seine Bonität schonen möchte, fährt mit Prepaid gut, denn anders als beim Vertrag findet in der Regel keine Bonitätsprüfung statt.

Der Laufzeitvertrag punktet mit Komfort: automatische Abbuchung, durchgehende Erreichbarkeit ohne Aufladen, häufig bessere Konditionen bei Datenvolumen und Zusatzleistungen. Wer ein neues Smartphone über den Vertrag mitfinanziert, sollte genau hinsehen: Das Gerät ist nie geschenkt, sondern in der monatlichen Rate eingepreist. Rechnen Sie den Geräteanteil heraus und vergleichen Sie ihn mit dem Einzelkauf – oft ist die Kombination aus günstigem Tarif und separat gekauftem Gerät die wirtschaftlichere Lösung. Eine bewährte Faustregel: Wer sein Nutzungsverhalten noch nicht einschätzen kann, startet mit Prepaid und wechselt später gezielt in einen Vertrag mit kurzer Mindestlaufzeit.

Discounter oder Netzbetreiber: Was Sie wirklich aufgeben

Discounter funken im selben physischen Netz wie die großen Marken – die Funkmasten sind identisch. Unterschiede entstehen an anderer Stelle: bei der maximal freigeschalteten Geschwindigkeit, bei der Priorisierung in stark ausgelasteten Funkzellen und beim Service. In einer vollen Zelle, etwa im Stadion oder am Bahnhof zur Stoßzeit, werden Kunden des Netzbetreibers in der Regel bevorzugt bedient; Discounter-Kunden spüren die Auslastung früher.

Für die allermeisten Alltagsnutzer ist dieser Unterschied kaum wahrnehmbar. Wer hauptsächlich Nachrichten schreibt, Musik streamt und unterwegs surft, bekommt beim Discounter dieselbe Grundleistung zu einem deutlich günstigeren Preis. Spürbar wird der Abstand erst bei Spezialanforderungen: Wer regelmäßig große Datenmengen hochlädt oder Zusatzfunktionen wie Multi-SIM für Smartwatch und Tablet braucht, findet diese Leistungen oft nur beim Netzbetreiber. Gleiches gilt beim Service: Filialnetz und persönliche Beratung gehören zum Markenversprechen der Netzbetreiber, Discounter setzen auf Selbstbedienung per App – wer das nicht braucht, bezahlt es auch nicht mit.

Typische Fehler beim Tarifwechsel – und wie Sie sie vermeiden

Selbst kündigen statt portieren lassen. Wer beim Altanbieter auf eigene Faust kündigt, ohne die Rufnummernmitnahme zu beauftragen, riskiert den Verlust der Nummer. Der sichere Weg: Den neuen Anbieter mit Kündigung und Portierung beauftragen – er übernimmt die Abstimmung mit dem Altanbieter und sorgt für einen nahtlosen Übergang.

Den Lockpreis mit dem Dauerpreis verwechseln. Viele Tarife starten mit einem reduzierten Aktionspreis, der nach der Anfangsphase deutlich steigt. Entscheidend ist immer der Effektivpreis über die gesamte Laufzeit – die Vergleichstabelle weiter oben zeigt, warum diese Betrachtung die Rangfolge der Angebote verändern kann.

Datenautomatik übersehen. Manche Tarife buchen automatisch kostenpflichtiges Zusatzvolumen nach, sobald das Inklusivvolumen verbraucht ist. Wer das nicht möchte, sollte die Datenautomatik direkt nach Vertragsbeginn im Kundenkonto deaktivieren – danach wird bei verbrauchtem Volumen lediglich die Geschwindigkeit gedrosselt.

Kombi-Rabatte vergessen. Wer Mobilfunk und Festnetz beim selben Anbieter bündelt, verliert beim isolierten Mobilfunkwechsel unter Umständen einen Kombi-Vorteil. Rechnen Sie das Gesamtpaket: Oft lohnt der parallele Blick auf den Internet-Tarif Vergleich, um beide Verträge gemeinsam zu optimieren.

Restguthaben verfallen lassen. Bei Prepaid-Karten lässt sich nicht verbrauchtes Guthaben nach der Kündigung auszahlen – das geschieht aber nicht automatisch. Stellen Sie den Auszahlungsantrag aktiv beim Altanbieter und bewahren Sie die letzte Aufladebestätigung auf.

Checkliste: Das sollten Sie vor dem Wechsel bereitlegen

Mit der richtigen Vorbereitung dauert der eigentliche Wechsel nur wenige Minuten. Diese Punkte sollten Sie vorab klären:

  • Letzte Mobilfunkrechnung: zeigt Ihren tatsächlichen Verbrauch an Datenvolumen, Minuten und Zusatzleistungen.
  • Vertragsdaten des Altanbieters: Kundennummer, Vertragsende und Kündigungsfrist – zu finden im Kundenkonto oder auf der Rechnung.
  • Korrekte Rufnummer samt Vorwahl: Tippfehler gehören bei der Portierung zu den häufigsten Verzögerungsgründen.
  • Übereinstimmende persönliche Daten: Name und Geburtsdatum müssen beim alten und neuen Anbieter identisch hinterlegt sein, sonst scheitert die Mitnahme.
  • Bankverbindung und Ausweis: für die Identitätsprüfung beim Online-Abschluss.
  • Geräte-Check: Unterstützt Ihr Smartphone eSIM und die Frequenzbänder des neuen Netzes? Bei aktuellen Geräten ist das der Regelfall, bei älteren Importgeräten lohnt der Blick ins Datenblatt.
  • Erinnerung setzen: Notieren Sie das Ende der Mindestlaufzeit im Kalender – so verpassen Sie den nächsten günstigen Wechselzeitpunkt nicht.

Kleines Tarif-Glossar: Die wichtigsten Begriffe

Allnet-Flat: Pauschale für Telefonie und SMS in alle deutschen Netze. Heute Standard in fast allen Tarifen – Unterschiede liegen beim Datenvolumen.

Drosselung: Nach Verbrauch des Inklusivvolumens wird die Geschwindigkeit stark reduziert. Surfen bleibt möglich, Streaming wird zäh.

Netzpriorisierung: Regelt, welche Kunden in einer ausgelasteten Funkzelle bevorzugt bedient werden. Premium-Kunden des Netzbetreibers stehen dabei in der Regel vor Discounter-Kunden.

Portierung: Die Mitnahme der bestehenden Rufnummer zum neuen Anbieter. Gesetzlich garantiert; der neue Anbieter koordiniert den gesamten Ablauf mit dem Altanbieter.

Multi-SIM: Zusätzliche SIM-Karten oder eSIM-Profile mit derselben Rufnummer, etwa für Smartwatch oder Tablet. Meist eine Domäne der Netzbetreiber-Tarife.

WLAN-Call: Telefonieren über das heimische WLAN statt über das Mobilfunknetz – nützlich in Gebäuden mit schwachem Empfang.

Häufige Fragen zum Mobilfunk-Tarif-Wechsel

Was kostet ein Mobilfunktarif 2026 im Schnitt?

Discount-Allnet-Flats mit 10 GB beginnen 2026 bei 5 bis 8 Euro pro Monat. Marken-Tarife (Telekom, Vodafone, O2) mit 30 GB liegen bei 25 bis 40 Euro. Premium-Tarife mit unlimitiertem Datenvolumen und 5G kosten 50 bis 80 Euro pro Monat.

Welcher Anbieter hat die beste Netzabdeckung?

Connect-Test 11/2025: Telekom 950 von 1.000 Punkten (Note 1), Vodafone 920 (Note 1), O2 880 (Note 2). Discount-Anbieter mieten sich in eines der drei Netze ein – Congstar ins Telekom-Netz, Aldi Talk ins Vodafone-Netz, 1und1 ins O2-Netz.

Lohnt sich 5G 2026?

5G ist 2026 in Berlin, Hamburg, München, Köln, Stuttgart, Wien und Zürich flächendeckend verfügbar. Mehrkosten gegenüber 4G: 5 bis 10 Euro pro Monat. Vorteil: bis zu 1 GBit/s Geschwindigkeit, niedrigere Latenz, besseres Indoor-Empfang.

Wie funktioniert der Mobilfunk-Anbieter-Wechsel?

Vergleichsrechner aufrufen, Tarif wählen, Daten eintragen, abschicken. Sie erhalten eine neue SIM-Karte oder eSIM. Die Rufnummer-Mitnahme erfolgt automatisch und kostet 2026 maximal 5,46 Euro (gesetzlich gedeckelt).

Was ist eine eSIM und lohnt sie sich?

Die eSIM ist eine fest verbaute SIM-Karte im Smartphone – statt einer Plastikkarte erhalten Sie einen QR-Code zum Aktivieren. Vorteil: Sie können mehrere Tarife parallel auf einem Gerät halten. Alle Anbieter unterstützen 2026 eSIM.

Welche Vertragslaufzeit ist sinnvoll?

Präpaid-Tarife ohne Mindestlaufzeit beginnen ab 5 Euro pro Monat. 24-Monats-Verträge bei Markenanbietern bieten oft Smartphones zum Aufpreis. Empfehlung: Präpaid oder 12-Monats-Vertrag mit monatlicher Kündigung nach Mindestlaufzeit.

Sind EU-Roaming-Pakete noch nötig?

EU-Roaming ist seit 2017 gebührenfrei, die meisten Tarife enthalten das EU-Datenvolumen kostenlos. Achtung: Einige Discount-Tarife begrenzen das EU-Datenvolumen auf 50 Prozent. Schweiz, UK und USA brauchen separate Pakete.

Wie hoch ist das Sparpotenzial beim Mobilfunk-Wechsel?

Wer 2026 noch im 24-Monats-Vertrag von 2022 steckt, zahlt typischerweise 30 bis 50 Euro pro Monat für einen Tarif, den es heute für 12 bis 18 Euro gibt – ein Sparpotenzial von 144 bis 384 Euro pro Jahr.

Welche Tarife haben das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

2026 führend: Aldi Talk 5G (15 GB / 9,99 EUR), Congstar Allnet (30 GB / 25 EUR), 1und1 5G (35 GB / 19,99 EUR), Vodafone GigaMobil (50 GB / 35 EUR), Telekom MagentaMobil (60 GB / 45 EUR). Stiftung Warentest 5/2025 wertet Aldi Talk als Preis-Sieger im Discount-Segment.

Was passiert bei der Rufnummer-Mitnahme?

Die Rufnummer-Mitnahme ist gesetzlich vorgeschrieben und kostet seit 2022 maximal 5,46 Euro. Der neue Anbieter koordiniert die Portierung mit dem Altanbieter. Dauer: 1 bis 5 Werktage. Die alte SIM funktioniert noch, die neue ist bereits aktiviert.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Tarifwechsel?

Sobald die Mindestlaufzeit endet, denn danach sind Verträge monatlich kündbar. Wer früher wechseln will, vergleicht den Restwert des Altvertrags mit der Ersparnis des neuen Tarifs. Eine Kalender-Erinnerung kurz vor Ende der Mindestlaufzeit ist der einfachste Schutz vor teuren Vertragsverlängerungen.

Was bedeutet Datenautomatik und sollte ich sie abschalten?

Die Datenautomatik bucht automatisch kostenpflichtiges Zusatzvolumen nach, wenn das Inklusivvolumen verbraucht ist. Wer Kostenkontrolle bevorzugt, deaktiviert sie im Kundenkonto – dann wird stattdessen nur die Geschwindigkeit gedrosselt.

Funktioniert mein bisheriges Smartphone im neuen Tarif?

In aller Regel ja: Aktuelle Geräte unterstützen alle deutschen Netze und meist auch eSIM. Nur bei sehr alten Geräten oder Importmodellen lohnt der Blick ins Datenblatt, ob die Frequenzbänder des Wunschnetzes unterstützt werden.

Fazit: 144 bis 384 Euro pro Jahr durch jährlichen Tarifcheck

Der Mobilfunk-Tarif-Wechsel ist 2026 die Konsumentscheidung mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Spar-Effekt nach dem Strom-Wechsel: zehn Minuten online, automatische Rufnummer-Portierung, neue SIM oder eSIM per QR-Code. Wer in Berlin, Hamburg, München, Köln oder Stuttgart noch im 2022-Vertrag steckt, zahlt 144 bis 384 Euro pro Jahr mehr als nötig.

Die einzige Faustformel, die zählt: Den Tarif mit dem niedrigsten Effektivpreis über 24 Monate bei dem gewünschten Datenvolumen wählen, Sofortbonus mitnehmen, jährlich nachjustieren. Wer das macht, kommt über zehn Jahre auf eine kumulierte Ersparnis von 1.500 bis 4.000 Euro.

Alle Preisangaben Stand Mai 2026. Quellen: Check24 Mobilfunk-Monitor 2026, Connect-Test 11/2025, Stiftung Warentest 5/2025, Bundesnetzagentur Jahresbericht 2025.