Web-Scraping und No-Code-Automation: Kosten 2026
Browse AI und Make.com im direkten Vergleich: Was Web-Scraping- und No-Code-Automation-Tools 2026 kosten, welche Gratis-Pläne es gibt und für welchen Einsatzbereich sich welches Werkzeug rechnet.
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Web-Scraping und No-Code-Automation: Was ist das?
Ein Web-Scraping-Tool extrahiert strukturierte Daten von Websites — etwa Preise, Produktlisten oder Kontaktdaten — und kann Änderungen automatisch überwachen, ganz ohne Programmierkenntnisse. Eine No-Code-Automation-Plattform verbindet hingegen verschiedene Apps und Dienste zu automatisierten Abläufen: Daten aus einem Formular landen automatisch in einer Tabelle, lösen eine Benachrichtigung aus oder werden an ein weiteres Tool übergeben.
In der Praxis werden beide oft kombiniert: Ein Scraper liefert die Daten, die Automations-Plattform verarbeitet und verteilt sie weiter. Diese Seite vergleicht zwei verbreitete Werkzeuge — das Scraping-Tool Browse AI und die No-Code-Plattform Make.com — nach Einstiegspreis, Gratis-Tarif und Einsatzbereich. Eine breitere Gegenüberstellung der universellen KI-Assistenten finden Sie im KI-Tools Vergleich 2026.
Preisvergleich auf einen Blick
| Tool | Schwerpunkt | Einstieg ca./Monat | Gratis-Option |
|---|---|---|---|
| Browse AI | Web-Scraping ohne Code | ab 19 $ (ca. 17 €) | dauerhaft gratis (50 Credits) |
| Make.com | No-Code-Automation | ab 9 $ (ca. 8 €) | dauerhaft gratis (1.000 Credits) |
Die Anbieter rechnen in US-Dollar ab; die Euro-Werte sind ca.-Umrechnungen (1 $ rund 0,92 €, Stand Juni 2026) und können je nach Wechselkurs abweichen. Die angegebenen Preise sind die günstigsten Bezahltarife pro Monat. Browse AI nennt 19 $ bei jährlicher Zahlung (rund 48 $ bei monatlicher Abrechnung); bei Make.com gilt der Core-Tarif ab 9 $. Stand der Tarife: Juni 2026; bitte vor dem Kauf direkt beim Anbieter prüfen.
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Browse AI — Web-Scraping ohne Code
Browse AI ist ein No-Code-Werkzeug, mit dem sich Daten von praktisch jeder Website extrahieren und Änderungen überwachen lassen — ohne eine Zeile Code. Sie zeichnen einmal auf, welche Inhalte ausgelesen werden sollen (etwa Preise, Produktlisten oder Stellenanzeigen), und der sogenannte Robot wiederholt diese Aufgabe regelmäßig. Abrechnungsgrundlage sind Credits: Pro Credit lassen sich rund zehn Datenzeilen einer Seite extrahieren oder ein Screenshot erfassen.
Der dauerhaft kostenlose Tarif umfasst rund 50 Credits pro Monat, zwei überwachte Websites und bis zu drei Nutzer — genug zum Ausprobieren kleinerer Aufgaben. Der günstigste Bezahltarif (Personal) beginnt bei 19 US-Dollar pro Monat im Jahresabo (rund 48 US-Dollar bei monatlicher Zahlung) und hebt das Kontingent auf etwa 2.000 Credits pro Monat sowie fünf Websites an. Der Professional-Tarif ab 69 $ und ein Premium-Tarif ab 500 $ richten sich an größere Datenmengen.
Browse AI ausprobieren
No-Code-Werkzeug zum Auslesen und Überwachen von Website-Daten — mit dauerhaft kostenlosem Einstiegstarif.
Browse AI testenMake.com — No-Code-Automation
Make.com (früher Integromat) ist eine visuelle No-Code-Plattform, die Apps und Dienste zu automatisierten Abläufen verknüpft — sogenannte Szenarien. Über einen grafischen Editor lassen sich mehr als 3.000 Apps verbinden, mit Routern, Filtern und Bedingungen, ganz ohne Programmierung. Damit eignet sich Make.com, um Daten zwischen Tools zu übertragen, Benachrichtigungen auszulösen oder Leads automatisch zu erfassen — ideal als Ergänzung zu einem Scraping-Tool, das die Rohdaten liefert.
Der Gratis-Tarif umfasst etwa 1.000 Credits pro Monat, bis zu zwei aktive Szenarien und ein Mindestintervall von 15 Minuten zwischen automatischen Abläufen. Der günstigste Bezahltarif (Core) beginnt bei 9 US-Dollar pro Monat (rund 10.000 Credits), der Pro-Tarif liegt bei 16 $ und der Teams-Tarif bei 29 $; für große Organisationen gibt es einen Enterprise-Tarif mit individueller Preisgestaltung.
Make.com ausprobieren
Visuelle No-Code-Plattform zum Automatisieren von Abläufen zwischen 3.000+ Apps — mit dauerhaft kostenlosem Gratis-Tarif.
Make.com testenWelches Tool für wen?
| Einsatzbereich | Passendes Tool | Grund |
|---|---|---|
| Daten von Websites auslesen | Browse AI | No-Code-Scraping, Überwachung von Änderungen, Gratis-Einstieg |
| Abläufe zwischen Apps automatisieren | Make.com | 3.000+ App-Verbindungen, visueller Editor, günstigster Bezahltarif |
| Beides kombiniert (Daten + Verarbeitung) | Browse AI + Make.com | Scraper liefert Daten, Make.com verarbeitet und verteilt |
Für reines Auslesen und Überwachen von Website-Daten ist Browse AI die naheliegende Wahl; sollen anschließend Apps verknüpft und Abläufe automatisiert werden, übernimmt Make.com. Häufig werden beide kombiniert. Wer erst noch das passende KI-Werkzeug sucht, findet einen breiteren Überblick im KI-Tools Vergleich und speziell für Texte im KI-Textgeneratoren Vergleich 2026.
Was treibt die Kosten? Die fünf wichtigsten Faktoren
Der Monatspreis aus der Tarifübersicht ist nur der Einstiegswert. Was Web-Scraping und No-Code-Automation am Ende wirklich kosten, hängt von der Last ab, die Sie auf das System geben. Wer die folgenden fünf Stellschrauben versteht, kann den Tarif passgenau wählen und teure Überraschungen am Monatsende vermeiden. Beide Plattformen rechnen nicht nach Zeit, sondern nach Verbrauch — bei Browse AI in Credits pro extrahierter Datenmenge, bei Make.com in Operationen pro Schritt eines Ablaufs.
1. Datenvolumen und Trefferzahl
Die wichtigste Größe ist schlicht, wie viele Zeilen Sie auslesen. Bei Browse AI entspricht etwa ein Credit zehn extrahierten Datenzeilen. Wer einmal pro Woche eine Liste mit fünfzig Einträgen abgreift, verbraucht damit ein überschaubares Kontingent; wer täglich tausende Produktseiten eines Online-Shops überwacht, ist schnell im oberen Tarifbereich. Faustregel: Multiplizieren Sie die Zahl der Datenzeilen pro Lauf mit der Zahl der Läufe pro Monat — das ergibt den ungefähren Credit-Bedarf, den Sie mit dem Tarif-Kontingent abgleichen.
2. Ausführungsfrequenz und Intervall
Ob ein Scraper stündlich, täglich oder nur einmal pro Woche läuft, verändert die Kosten dramatisch. Der Gratis-Tarif von Make.com erlaubt ein Mindestintervall von 15 Minuten zwischen automatischen Läufen; engere Takte sind den Bezahltarifen vorbehalten. Eine alle 15 Minuten laufende Überwachung erzeugt rund 96 Läufe pro Tag und damit fast 2.900 Läufe im Monat — jeder davon zehrt am Kontingent. Oft reicht ein größeres Intervall völlig aus: Preise eines Mitbewerbers einmal täglich zu prüfen, liefert in der Praxis fast dieselbe Information wie eine Prüfung alle 15 Minuten, kostet aber nur einen Bruchteil.
3. Anti-Bot-Schutz der Zielseite
Viele größere Websites setzen Schutzmechanismen gegen automatisiertes Auslesen ein: CAPTCHAs, Rate-Limits, dynamisch nachgeladene Inhalte oder Sperren ganzer IP-Bereiche. Je besser eine Seite geschützt ist, desto mehr Aufwand — und damit Kosten — entsteht, um sie zuverlässig auszulesen. No-Code-Tools wie Browse AI bringen viele dieser Hürden bereits eingebaut mit, stößt aber wie jedes Werkzeug an Grenzen, wenn eine Seite aggressiv blockt. Für solche Fälle sind oft Zusatzdienste wie Proxy-Pools nötig, die separat abgerechnet werden.
4. Proxies und IP-Rotation
Wer in größerem Umfang oder von mehreren Standorten aus scrapt, kommt um Proxy-Dienste oft nicht herum. Sie verteilen die Anfragen auf viele IP-Adressen, damit die Zielseite nicht jeden Zugriff demselben Absender zuordnet. Proxies sind ein eigener Kostenblock, der je nach Datenvolumen schnell die reinen Tool-Kosten übersteigen kann. Wichtig: Für kleine, gelegentliche Projekte sind Proxies in der Regel gar nicht nötig — sie werden erst bei hohem Volumen oder bei stark geschützten Zielen relevant.
5. Wartung und Pflege
Der am häufigsten unterschätzte Posten sind nicht die Lizenzkosten, sondern die laufende Pflege. Ändert eine Zielseite ihr Layout, bricht der Scraper und muss neu eingerichtet werden. Bei einer Handvoll Robots ist das in Minuten erledigt, bei dutzenden überwachten Seiten wird daraus eine wiederkehrende Aufgabe. Diese Arbeitszeit taucht auf keiner Rechnung des Anbieters auf, gehört aber zwingend in jede ehrliche Kostenrechnung.
- Datenvolumen pro Lauf realistisch schätzen, nicht den Maximalfall annehmen
- Intervall so groß wie möglich wählen — jede Verdopplung der Frequenz verdoppelt den Verbrauch
- Anti-Bot-Schutz der Zielseite vorab testen, bevor ein Jahresabo gebucht wird
- Proxy-Kosten nur einplanen, wenn das Volumen sie wirklich erfordert
- Wartungszeit als festen Posten in die monatliche Kostenrechnung aufnehmen
Eigenbau, No-Code-Tool oder Managed-API?
Bevor Sie sich für einen Tarif entscheiden, lohnt die grundsätzliche Frage: Brauchen Sie überhaupt ein fertiges Tool? Für dieselbe Aufgabe — Daten von einer Website holen und weiterverarbeiten — gibt es drei Wege, die sich in Aufwand, laufenden Kosten und nötigem Know-how deutlich unterscheiden.
Eigenbau-Skript
Ein selbst geschriebenes Skript (etwa in Python mit Bibliotheken wie Beautiful Soup oder Playwright) verursacht keine Lizenzkosten und lässt sich beliebig anpassen. Der Preis dafür: Sie brauchen Programmierkenntnisse, müssen Anti-Bot-Schutz, Proxies und Fehlerbehandlung selbst lösen und die Lösung dauerhaft warten. Für technisch versierte Anwender mit klar abgegrenzten, stabilen Aufgaben ist das oft der günstigste Weg. Für alle anderen ist die versteckte Kostenlast aus Entwicklungs- und Wartungszeit erheblich.
No-Code-Tool
Werkzeuge wie Browse AI und Make.com sind der Mittelweg: Sie kosten eine monatliche Gebühr, dafür entfallen Programmierung und ein Großteil der Wartung. Die Einrichtung gelingt per Maus, viele technische Hürden sind bereits gelöst. Diese Variante eignet sich für die große Mehrheit der Anwender, die regelmäßig moderate Datenmengen brauchen, ohne ein eigenes Entwicklerteam zu beschäftigen.
Managed-API oder Agentur
Bei sehr großen Datenmengen, stark geschützten Zielseiten oder geschäftskritischen Anwendungen kann eine spezialisierte Scraping-API oder ein externer Dienstleister sinnvoll sein. Hier zahlen Sie am meisten, bekommen dafür aber Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und in der Regel eine vertraglich zugesicherte Verfügbarkeit. Diese Option richtet sich an Unternehmen, für die der Datenstrom ein geschäftskritischer Rohstoff ist.
| Weg | Direkte Kosten | Nötiges Know-how | Wartungsaufwand |
|---|---|---|---|
| Eigenbau-Skript | niedrig (nur Infrastruktur) | hoch (Programmierung) | hoch (selbst) |
| No-Code-Tool | mittel (Monatsabo) | gering | gering bis mittel |
| Managed-API / Agentur | hoch | gering (extern gelöst) | niedrig (ausgelagert) |
Die teuerste Variante ist selten das teuerste Tool, sondern fast immer die ungeplante Wartung. Wer den Pflegeaufwand von Anfang an einkalkuliert, wählt am Ende den günstigeren Weg.Kosten-Preise-Ratgeber-Redaktion
Drei Praxis-Szenarien: Solo, KMU und Enterprise
Welcher Tarif und welcher Ansatz passt, lässt sich am besten an typischen Anwendungsfällen zeigen. Die folgenden drei Szenarien decken die meisten realen Bedarfe ab — vom Einzelnutzer bis zum größeren Unternehmen.
Solo: Freelancer und Einzelunternehmer
Eine Einzelperson, die etwa einmal wöchentlich Preise einiger Mitbewerber prüft oder gelegentlich Adressdaten für eine Recherche sammelt, kommt häufig mit den Gratis-Tarifen aus. Die rund 50 Credits pro Monat bei Browse AI und die etwa 1.000 Credits bei Make.com reichen für kleine, unregelmäßige Aufgaben oft völlig. Erst wenn die Aufgaben häufiger oder umfangreicher werden, lohnt der Wechsel in den günstigsten Bezahltarif. Für diese Gruppe gilt: erst mit dem kostenlosen Tarif testen, dann gezielt aufstocken.
KMU: kleine und mittlere Unternehmen
Ein Unternehmen mit mehreren Mitarbeitern, das täglich Daten überwacht, Leads automatisch erfasst und Informationen zwischen mehreren Tools austauscht, ist klar im Bezahlbereich angesiedelt. Hier zahlt sich die Kombination aus beiden Werkzeugen aus: Browse AI liefert die Rohdaten, Make.com verteilt sie an CRM, Tabellen oder Benachrichtigungen. Wichtig ist eine saubere Planung des Credit-Verbrauchs über alle aktiven Abläufe hinweg, damit der Tarif nicht unbemerkt gesprengt wird. Für KMU empfiehlt sich, ein bis zwei Monate den realen Verbrauch zu messen, bevor ein größerer Jahresvertrag gebucht wird.
Enterprise: größere Organisationen
Bei sehr hohem Datenvolumen, vielen gleichzeitigen Abläufen und geschäftskritischen Prozessen stoßen die Standardtarife an Grenzen. Hier kommen die Enterprise-Stufen mit individueller Preisgestaltung, eigene Proxy-Infrastruktur oder eine Managed-API ins Spiel. Entscheidend ist in dieser Klasse weniger der Listenpreis als die Gesamtbetrachtung aus Zuverlässigkeit, Support und rechtlicher Absicherung. Eine sorgfältige Bedarfsanalyse vor der Vertragsverhandlung zahlt sich hier am stärksten aus.
| Nutzergruppe | Typischer Bedarf | Empfehlung |
|---|---|---|
| Solo / Freelancer | gelegentlich, kleine Mengen | Gratis-Tarife, bei Bedarf günstigster Bezahltarif |
| KMU | täglich, mehrere Abläufe | Bezahltarif beider Tools, Verbrauch messen |
| Enterprise | hohes Volumen, geschäftskritisch | Enterprise-Tarif oder Managed-API |
Recht, DSGVO und robots.txt: Was beim Scraping erlaubt ist
Web-Scraping ist ein mächtiges Werkzeug, aber nicht alles, was technisch möglich ist, ist auch rechtlich zulässig. Wer Daten von fremden Websites ausliest, sollte einige Grundregeln kennen. Dieser Abschnitt ersetzt keine Rechtsberatung, fasst aber die wichtigsten Punkte zusammen, die in der Praxis immer wieder eine Rolle spielen.
Nutzungsbedingungen und robots.txt
Viele Websites regeln in ihren Nutzungsbedingungen (Terms of Service) ausdrücklich, ob automatisiertes Auslesen erlaubt ist. Ergänzend gibt die Datei robots.txt einer Seite an, welche Bereiche für automatische Zugriffe vorgesehen sind und welche nicht. Diese Hinweise zu respektieren, ist nicht nur eine Frage des guten Tons, sondern kann im Streitfall rechtlich relevant werden. Ein seriöses Vorgehen prüft beide Quellen, bevor ein Scraper auf eine fremde Seite angesetzt wird.
Personenbezogene Daten und DSGVO
Sobald Sie personenbezogene Daten erfassen — etwa Namen, E-Mail-Adressen oder Profile —, greift in Deutschland und der EU die Datenschutz-Grundverordnung. Das Sammeln solcher Daten ohne Rechtsgrundlage ist heikel und kann teuer werden. Reine Sach- und Preisdaten ohne Personenbezug sind in der Regel unkritischer, doch auch hier gilt Augenmaß. Wer im Zweifel ist, beschränkt sich auf öffentlich zugängliche, nicht-personenbezogene Informationen.
Urheberrecht und Datenbankrechte
Inhalte fremder Seiten sind häufig urheberrechtlich geschützt, und größere strukturierte Datensammlungen genießen zusätzlich einen eigenen Schutz als Datenbank. Das bloße Auslesen für interne Analysen ist anders zu bewerten als das Veröffentlichen oder Weiterverkaufen fremder Inhalte. Wer gescrapte Daten weiterverwendet, sollte den Verwendungszweck rechtlich prüfen lassen.
- Nutzungsbedingungen der Zielseite lesen, bevor ein Scraper läuft
- robots.txt der Seite respektieren
- Personenbezogene Daten nur mit klarer Rechtsgrundlage erfassen
- Server der Zielseite nicht durch zu häufige Anfragen überlasten
- Bei kommerzieller Weiterverwendung rechtlichen Rat einholen
ROI und Gesamtkosten richtig berechnen
Ob sich ein Tool lohnt, entscheidet nicht der Monatspreis allein, sondern das Verhältnis aus eingespartem Aufwand und Gesamtkosten über die Nutzungsdauer (Total Cost of Ownership, TCO). Eine ehrliche Rechnung umfasst mehr als die Lizenzgebühr.
Die versteckten Posten
Zur Lizenzgebühr kommen typischerweise hinzu: die einmalige Einrichtungszeit, eventuelle Proxy-Kosten bei hohem Volumen, die laufende Wartung bei Layoutänderungen der Zielseiten und gegebenenfalls Schulungsaufwand für das Team. Erst die Summe dieser Posten ergibt die echten Kosten. Ein Tool, das im Abo günstig erscheint, aber ständige manuelle Nacharbeit verlangt, kann am Ende teurer sein als eine etwas höhere Monatsgebühr mit weniger Pflegeaufwand.
Die Einsparseite
Dem stellen Sie die eingesparte Arbeitszeit gegenüber. Eine Aufgabe, die manuell eine Stunde pro Tag bindet, summiert sich übers Jahr auf mehr als 200 Arbeitsstunden. Erledigt ein automatisierter Ablauf dieselbe Aufgabe, rechtfertigt die Zeitersparnis fast immer eine moderate Monatsgebühr. Der Return on Investment ist gerade bei repetitiven, fehleranfälligen Tätigkeiten meist eindeutig positiv.
Eine einfache Faustformel
Rechnen Sie: eingesparte Stunden pro Monat, multipliziert mit Ihrem realistischen Stundensatz, abzüglich der Gesamtkosten des Tools pro Monat. Bleibt ein deutliches Plus, lohnt sich die Automatisierung. Liegt das Ergebnis nahe null oder darunter, sollten Sie prüfen, ob ein größeres Intervall, ein günstigerer Tarif oder die Gratis-Variante reicht — oder ob sich die Automatisierung für diesen Fall schlicht noch nicht rechnet.
So wählen Sie das richtige Tool: eine Methodik in vier Schritten
Statt sich vom günstigsten Listenpreis leiten zu lassen, führt ein strukturiertes Vorgehen zuverlässiger zur passenden Lösung. Die folgenden vier Schritte haben sich in der Praxis bewährt.
Schritt 1: Den Bedarf präzise beschreiben
Notieren Sie konkret, welche Daten Sie von welchen Seiten brauchen, wie oft, in welcher Menge und was anschließend damit geschehen soll. Erst diese Beschreibung macht den Bedarf messbar und verhindert, dass Sie einen Tarif buchen, der zu klein oder zu groß ist.
Schritt 2: Gratis-Tarif testen
Beide vorgestellten Werkzeuge bieten dauerhaft kostenlose Tarife. Richten Sie Ihren realen Anwendungsfall im Gratis-Tarif ein und beobachten Sie, ob die Zielseite sich zuverlässig auslesen lässt und wie schnell das Kontingent verbraucht ist. Dieser Test kostet nichts, liefert aber die belastbarsten Zahlen für die Tarifwahl.
Schritt 3: Den realen Verbrauch hochrechnen
Aus dem Test ergibt sich, wie viele Credits oder Operationen ein typischer Lauf kostet. Multipliziert mit der geplanten Frequenz erhalten Sie den Monatsbedarf — und damit die Tarifstufe, die Sie wirklich brauchen. Erst jetzt vergleichen Sie die Preise der passenden Stufen, nicht die Einstiegspreise.
Schritt 4: Monatlich vor jährlich entscheiden
Jahresabos sind günstiger, binden aber für zwölf Monate. Buchen Sie das Jahresabo erst, wenn der monatliche Test bestätigt hat, dass Tool und Tarif passen. So sichern Sie sich den Jahresrabatt, ohne das Risiko einer Fehlentscheidung über ein ganzes Jahr zu tragen.
- Bedarf in Zahlen fassen: Datenmenge, Frequenz, Weiterverarbeitung
- Gratis-Tarif mit dem echten Anwendungsfall testen
- Verbrauch hochrechnen und passende Tarifstufe bestimmen
- Erst monatlich testen, dann jährlich binden
Glossar: die wichtigsten Begriffe
Credit
Die Abrechnungseinheit beider Tools. Bei Browse AI entspricht ein Credit grob zehn extrahierten Datenzeilen oder einem Screenshot; bei Make.com zählt jede einzelne Operation eines Ablaufs. Das Tarif-Kontingent gibt an, wie viele Credits pro Monat enthalten sind.
Robot (Browse AI)
Ein eingerichteter Auslese-Auftrag. Sie zeichnen einmal auf, welche Inhalte einer Seite ausgelesen werden sollen; der Robot wiederholt diese Aufgabe anschließend automatisch im gewählten Intervall.
Szenario (Make.com)
Ein automatisierter Ablauf, der mehrere Apps und Schritte zu einer Kette verbindet — etwa: neue Zeile in einer Tabelle erkennen, Daten anreichern, Benachrichtigung versenden. Jeder Schritt verbraucht Operationen.
Proxy
Ein Vermittlungsdienst, der Anfragen über wechselnde IP-Adressen leitet. Proxies werden bei hohem Volumen oder stark geschützten Zielseiten nötig und sind ein eigener Kostenblock.
robots.txt
Eine Datei im Wurzelverzeichnis einer Website, die angibt, welche Bereiche für automatisierte Zugriffe vorgesehen sind. Sie zu respektieren, gehört zum seriösen Scraping.
TCO (Total Cost of Ownership)
Die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer — Lizenz plus Einrichtung, Proxies, Wartung und Schulung. Erst der TCO zeigt, was ein Tool wirklich kostet.
Häufige Fragen
Was kostet ein Web-Scraping-Tool 2026?
Spezialisierte No-Code-Scraping-Dienste wie Browse AI bieten einen dauerhaft kostenlosen Einstieg (rund 50 Credits pro Monat) und starten im Bezahlbereich bei etwa 19 US-Dollar pro Monat im Jahresabo (rund 48 $ bei monatlicher Zahlung). No-Code-Automation-Plattformen wie Make.com beginnen mit einem Gratis-Tarif und kosten im günstigsten Bezahltarif ab etwa 9 $ pro Monat. Die tatsächlichen Kosten richten sich nach Datenvolumen, Anzahl der Abläufe und Ausführungshäufigkeit.
Was ist der Unterschied zwischen Web-Scraping und No-Code-Automation?
Web-Scraping-Tools wie Browse AI extrahieren strukturierte Daten von Websites und überwachen Änderungen, ohne dass Programmierkenntnisse nötig sind. No-Code-Automation-Plattformen wie Make.com verbinden hingegen Apps und Dienste zu automatisierten Abläufen. In der Praxis werden beide oft kombiniert: Ein Scraper liefert die Daten, die Automations-Plattform verarbeitet und verteilt sie weiter.
Gibt es kostenlose Web-Scraping- und Automation-Tools?
Ja. Browse AI bietet einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit rund 50 Credits pro Monat, zwei überwachten Websites und mehreren Nutzern. Make.com stellt einen Gratis-Tarif mit etwa 1.000 Credits pro Monat, bis zu zwei aktiven Szenarien und einem Mindestintervall von 15 Minuten bereit. Für kleinere Projekte reichen diese Gratis-Tarife oft aus; bei höherem Volumen wird ein Bezahltarif nötig.
Für wen lohnt sich Make.com gegenüber einem Scraping-Tool?
Make.com lohnt sich, wenn mehrere Apps und Dienste miteinander verknüpft und Abläufe automatisiert werden sollen, etwa Lead-Erfassung, Benachrichtigungen oder Datentransfer zwischen Tools. Ein reines Scraping-Tool wie Browse AI ist die bessere Wahl, wenn es vor allem darum geht, Daten von Websites zu extrahieren oder Preis- und Inhaltsänderungen zu überwachen. Viele Anwender nutzen beide gemeinsam.
Ist Web-Scraping überhaupt legal?
Das Auslesen öffentlich zugänglicher, nicht-personenbezogener Daten für interne Zwecke ist in vielen Fällen unkritisch. Heikel wird es, wenn die Nutzungsbedingungen der Zielseite automatisiertes Auslesen untersagen, wenn personenbezogene Daten erfasst werden (dann greift die DSGVO) oder wenn gescrapte Inhalte veröffentlicht oder weiterverkauft werden. Respektieren Sie die robots.txt und die Nutzungsbedingungen der Seite und holen Sie bei kommerzieller Weiterverwendung rechtlichen Rat ein. Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung.
Reicht der Gratis-Tarif für kleine Projekte aus?
Für gelegentliche Aufgaben mit kleinen Datenmengen reichen die dauerhaft kostenlosen Tarife oft aus: rund 50 Credits pro Monat bei Browse AI und etwa 1.000 Credits bei Make.com, bei einem Mindestintervall von 15 Minuten. Wer einmal wöchentlich eine überschaubare Liste ausliest, kommt damit häufig hin. Erst bei höherer Frequenz oder größeren Datenmengen wird ein Bezahltarif nötig. Die Empfehlung lautet, zunächst kostenlos zu testen und den realen Verbrauch zu messen.
Welche versteckten Kosten gibt es neben dem Monatspreis?
Drei Posten werden häufig übersehen: erstens Proxy-Dienste, die bei hohem Volumen oder stark geschützten Zielseiten nötig werden und separat abgerechnet werden; zweitens die laufende Wartung, weil ein Scraper bei Layoutänderungen der Zielseite neu eingerichtet werden muss; drittens die einmalige Einrichtungs- und Einarbeitungszeit. Erst die Summe aus Lizenz, Proxies, Wartung und Einrichtung ergibt die tatsächlichen Gesamtkosten (TCO).
Kann ich Browse AI und Make.com zusammen nutzen?
Ja, das ist sogar der häufigste Anwendungsfall in Unternehmen. Browse AI übernimmt das Auslesen der Rohdaten von Websites, Make.com verarbeitet und verteilt sie anschließend — etwa in eine Tabelle, ein CRM oder eine E-Mail-Benachrichtigung. Beide Tools lassen sich über ihre Schnittstellen verbinden. Beachten Sie, dass dann zwei Kontingente parallel verbraucht werden und beide Tarife in die Kostenrechnung einfließen.
Fazit: Bedarf messen, dann Tarif wählen
Web-Scraping und No-Code-Automation sind 2026 auch ohne Programmierkenntnisse zugänglich und günstig im Einstieg: Beide vorgestellten Werkzeuge bieten dauerhaft kostenlose Tarife, und die Bezahltarife beginnen im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Dollar-Bereich pro Monat. Entscheidend für die tatsächlichen Kosten ist jedoch nicht der Listenpreis, sondern Ihr Verbrauch: Datenvolumen, Ausführungsfrequenz, der Anti-Bot-Schutz der Zielseiten, eventuelle Proxy-Kosten und vor allem der laufende Wartungsaufwand.
Für das reine Auslesen und Überwachen von Website-Daten ist Browse AI die naheliegende Wahl; geht es darum, Apps zu verknüpfen und Abläufe zwischen Tools zu automatisieren, übernimmt Make.com. In vielen Unternehmen arbeiten beide zusammen: der Scraper liefert die Daten, die Automations-Plattform verteilt sie weiter. Bevor Sie sich binden, lohnt der Blick auf die grundsätzliche Frage Eigenbau, No-Code-Tool oder Managed-API — für die große Mehrheit ist das No-Code-Tool der beste Kompromiss aus Aufwand und Kosten.
Unsere Empfehlung: Beschreiben Sie Ihren Bedarf in Zahlen, testen Sie ihn im kostenlosen Tarif, rechnen Sie den realen Verbrauch hoch und buchen Sie ein Jahresabo erst, wenn der monatliche Test passt. Wer zusätzlich die rechtlichen Grundregeln — Nutzungsbedingungen, robots.txt und DSGVO — beachtet, automatisiert nicht nur günstig, sondern auch auf der sicheren Seite. Einen breiteren Überblick über passende KI-Werkzeuge bietet unser KI-Tools Vergleich 2026.
Quellen und Aktualität
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